Sonntag, 25. November 2018

Deutschland | Total peinlich.

Vor einigen Tagen klagte der Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier (CDU), das deutsche Mobilfunknetz sei total peinlich, er traue sich wegen der vielen Löcher im Netz während Überlandfahrten keine Telefonate mit ausländischen Ministerkollegen mehr zu führen. Sie hänselten ihn ob der Löcher im Netz.

Aus dieser Zeitungsnachricht entstand heute die folgende E-Mail an den Herrn Bundesminister.

Sehr geehrter Herr Altmaier,

zu Recht finden Sie das löchrige deutsche Mobilfunknetz total peinlich. Allerdings ist das seit fast 20 Jahren nichts Neues, obwohl Deutschland schon mehrfach als Vorreiter für Dieses, für Jenes und auch für die Digitalisierung des Landes ausgerufen worden ist. Das Ergebnis nach 13 Regierungsjahren unter schwarzer Führung ist total peinlich und es kostet die Kunden viel Geduld und Geld.

Da Sie das Mobilfunknetz peinlich finden, werden Sie sicherlich auch die Energiewende total peinlich finden, über deren Leistungs- und Erzeugungslöcher Ihre ausländischen Ministerkollegen nicht weniger lästern werden, als über die deutschen Mobilfunklöcher.

Nehmen wir die Grafik der Agora Energiewende der letzten 3 Tage. Es ist November. Wie so häufig ist es trübe, windarm und die Temperatur liegt landesweit um Null Grad Celsius.

Die installierte Leistung der WKA und der PVA liegt zusammen bei über 100.000 MW. Dazu kommen noch Laufwasser- und Bioelektrizität mit zusammen rd. 10.000 MW. Und dennoch schaffen sie alle es auch nach 18 Jahren EEG-Subventionen nicht, Deutschland auch nur ansatzweise bei Witterungsbedingungen mit Elektrizität versorgen zu können, die hierzulande mehrfach im Jahr auftreten und die bis zu 3 Wochen dauern.

Quelle: https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/22.11.2018/25.11.2018/

Deutsches Elektriziätsnetz: Einspeisungen der "Erneuerbaren",  CO2-Emission und
Lastverlauf  in der Zeit vom 22.-25.11.2018
Alle Rechte: Agora Energiewende, Berlin

Sehr geehrter Herr Bundesenergieminister, die Erneuerbaren haben nicht nur Leistungslöcher, sie haben auch Arbeitslöcher. Während der letzten 3 Tage hinterließen sie ein Arbeitsloch mit einer Tiefe von 3 Mrd. kWh bis 3,5 Mrd. kWh. Bei 2 Wochen Dunkelflaute, auch das keine Seltenheit im Löcher-Land, ist das Loch 18 Milliarden kWh tief. Zum Vergleich: Alle Pumpspeicherkraftwerke haben zusammen eine Leistung von 6.000 MW und eine Kapazität von 0,05 Mrd. kWh. Davon bräuchten wir etwa 400 mal soviel bei nur 2 Wochen Dunkelflaute.

Sehr geehrter Herr Bundesenergieminister, Sie sehen, die deutsche Energiewende ist noch um Größenordnungen peinlicher als das deutsche Mobilfunknetz.

Die Funklöcher wollen Sie füllen lassen, vermutlich mit dem Geld der Kunden, die noch unter den Folgekosten der UMTS-Auktionen von vor 20 Jahren ächzen. Die 50 Mrd. Euro an Staatseinnahmen sind leider längst versickert.

Die Leistungs- und Arbeitslöcher der Energiewende werden Sie ohne konventionelle Kraftwerke nicht füllen lassen können.

Oder sollte ich irren und Sie haben eine Lösung, die effizient, wetter- und sonnenstandunabhängig verfügbar und auch noch preiswert ist?

Lassen Sie es mich bitte wissen.

Mit freundlichen Grüßen,

Montag, 12. November 2018

Energiewende | Energiesparladen.

Neulich wollte ich im Energiesparladen einige Kilo Watt kaufen, als Rücklage für Dunkelflauten. Haben die nicht. Die haben nicht einmal eine Waage. Bin enttäuscht. Überall wird betrogen.

Werde Peter befragen, der weiß, wie Energie gesammelt wird: Energiesammelgesetz

Glück auf, Peter sammelt!

Samstag, 10. November 2018

Bundesrepublik Deutschland | Das Land, in dem der Angeklagte den Richter ernennt.

FAZ, 10. November 2018: VERFASSUNGSGERICHT: Grüne unterstützen Harbarths Wahl

2020 läuft die nicht erneuerbare 12jährige Amtszeit des Richters und Vorsitzenden des Bundesverfassungsgerichtes BVerfG Andreas Voßkuhle aus. Nach Absprache der Parteien im Deutschen Bundestag schlägt dieses Mal die CDU/CSU einen Nachfolgekandidaten für das Richteramt vor, der vom Bundestag zu bestätigen ist. Eine Formsache, denn CDU, CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen haben den Kandidaten ausgewählt. Ob der Designierte, der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Stephan Harbart, Andreas Voßkuhle auch als Präsident des BVerfG nachfolgen wird, ist noch offen.

Das BVerfG ist die Institution, die bei Anruf Verstöße gegen das Grundgesetz zu korrigieren hat. In dieser Funktion ist das BVerfG die letzte Instanz des Volkes gegen Willkür von Parlament, Regierung und von öffentlicher Verwaltung.

Nehmen wir an, die beim Bundestag anhängigen Beschwerden gegen die Bundestagswahl 2017 würden vom Bundestag noch vor seiner Ernennung beim BVerfG abgelehnt werden und sie würden danach zur nächsten und letzten Instanz getragen werden, dem BVerfG, dann würde der ex-Bundestagsabgeordnete Harbarth möglicherweise über einen Vorgang zu entscheiden haben, den er und die damaligen CDU/CSU-Bundestagskollegen abgelehnt haben. Welcher Grad an Neutralität in der Beurteilung des Vorganges wäre zu erwarten?

Donnerstag, 8. November 2018

Artikel: Keine Kohle für den Klimaschutz ( F.A.Z. Rhein- Main vom 1.11.18 )

Umweltschützer wollen die Stadt dazu bewegen, das Heizkraftwerk West der Mainova AG in Frankfurt auf Erdgas umzustellen. Seit Jahren kann man beobachten, dass sich die Volksparteien von den Aktivisten der sogenannten Nichtregierungsorganisationen vor sich hertreiben lassen. Die Vorschläge mögen noch so unsinnig sein, sobald die Vokabeln Klima und Energiewende vorkommen, beginnt die große Ratlosigkeit. So auch im vorliegenden Falle, wo zwei mit Kohle befeuerte Kessel des Kraftwerkes auf Erdgas umgebaut weren sollen. Der Umbau ist technisch aufwendig, kostet viel Geld und hat für die Umwelt höchstens symbolische Bedeutung, zumal das Kraftwerk durch die Wärmeauskopplung bereits einen sehr guten Wirkungsgrad hat. Die Volksparteien müssten sich nur trauen, schlicht und einfach nein zu sagen. Ach ja, der Vorsitzenden von Klima- Attac in Frankfurt geht es nicht nur um sie selbst bzw. um ihre Enkel, sondern gleich um die gesamte Menschheit.