Freitag, 31. August 2018

Hannover | Namenstürmer im Hindenburgviertel und Aufruf. Der alte Name wird der neue Name sein: Hindenburgstraße.

Wer gehört und gesehen hat, wie fade die Reden der Abschaffer des Namens Hinden­burgstraße am 30.08.2018 in der Rats­versammlung vom Blatt abgelesen und runter­gespult wurden, begreift, dass es nicht um Hinden­burg geht, sondern dass Partei­ideologie einer derzeit zufällig vorhandenen Mehrheit durch­gesetzt werden soll. Anderenfalls müsste halb Hannover abgerissen und umbenannt werden, nicht zuletzt das Neue Rathaus, das Hannover Kaiser Wilhelm II verdankt, dessen Kriegs­erklärung gegen Russland den 1. Weltkrieg mit Millionen Toten erst ins Rollen gebracht hat.

Die Namenstürmer wollen über eine Person richten, die sich vor dem Gericht der Gerechten nicht mehr verteidigen kann, deren Handeln nicht diktatorisch war, wie das von Hitler, Stalin, Ulbricht und Honecker. Hindenburg auf den Index setzen zu wollen, ist Ideologie. Wie ist vergleichsweise Martin Luther zu sehen, dessen Handeln letzt­endlich zu einem dreißig­jährigen Krieg mit Millionen Toten geführt hatte? Der ein radikaler Juden­hasser und Verfasser von Schriften gegen Juden war? Luther­straße abschaffen? Luther­kirche umbe­nennen? Gutes Handeln? Schlechtes Handeln? Im zeit­lichen Zusammen­hang zu bewerten? Was tun, Namen­stürmer?

Handeln muss verhältnismäßig sein. Ideologisches Handeln ist es nicht. Was heute gilt, wird morgen wieder anders sein. Die Matadore der Namen­stürmer sollten sich fragen, warum die SPD am Verglühen ist. Liegt es an den Kunden, Wähler genannt? Liegt es an der Partei, an den Leistungen, die die Kunden nicht mehr honorieren? Die Stadt­bahn­linie D, das Theater um die Busenschnecke, die Affären in der Führungsetage des Rathauses sind nur drei Beispiele des Versagens der hiesigen SPD, die um die Instand­setzung der Hinden­burg­straße vor ein paar Jahren noch ergänzt werden kann. Aus einem Boulevard mit historischem Pflaster wurde eine Asphalt­strecke in der Breite eines Feld­weges, auf dem ÜSTRA-Busse Probleme bei der Begegnung haben und die seit kurz nach der Fertig­stellung mit Spur­rillen glänzt. Die Stadt­verwaltung beobachte noch, war die Auskunft vor einem Jahr. Es ruht die Verwaltung. Die Spur­rillen wachsen.

In einer Demokratie steht der Souverän über dem Parlament, das über der Regierung steht. Ganz unten sind die Parteien. Parlamente, Regierungen und Parteien kommen und gehen. Der Souverän bleibt. In diesem Sinne, ehr­würdige Dame, sollte der Bogen nicht überspannt werden. Sonst wird SPD bald eine neue Bedeutung haben: Splitter-Partei Deutschlands.

Zur Bewahrung eines einhundert Jahre alten Straßennamens im Hindenburgviertel und zur Wahrung der Verhältnis­mäßigkeit der Mittel wird dazu aufgerufen, bei der bevor­stehenden Bürger­befragung als neuen Namen der Hinden­burgstraße den alten einzutragen:

Hindenburgstraße.

#hindenburgstrasse #hindenburgstraße #hindenburg #hindenburgviertel #wirsindhindenburgstraße