Sonntag, 25. Februar 2018

Bundesregierung 2018-2021 | Virtuell oder nicht?

Heute, am Sonntag, den 25. Februar 2018, einem Tag klirrender Kälte, der dank Klimawandel gerade noch erträglich ausgefallen ist, gibt den Menschen im Lande die letzte, die vorletzte, die vorvorletzte und die künftige Bundeskanzlerin, Ihre Hoheit Angela Merkel (CDU), die Ehre, die vorläufigen Ministerinkandidatinnen und Ministerkandidaten Ihrer Hoheit bekannt zu geben. Tusch!

Erstens: Die in der Transformation der Bundeswehr zur Museums- und Schrottwehr überaus erfolgreiche Ursula von der Leyen, Spitzname als nomen est omen: Flinten-Uschi, als Verteidigungsministerin. Sie kann das Werk vollbringen, das sie 2013 begonnen. Ursula v. d. L. ist ergebenste Dienerin ihrer Herrin und will auch ins Kanzleramt.

Sonntag, 18. Februar 2018

Zeitgeschichte | Ein Brief aus fast fernen Zeiten.

Der moderne Mensch fragt sich häufig, wie war es damals? Wie machten sie es, die Deutschen? Wie teilten sie mit? Wie erfuhren sie von Besuchen von Freunden und lieber Verwandter? Was machten sie damals, als noch keine Regierung sie in die Digitalisierung 4.0 mitgenommen hatte, auf die wir noch immer warten?

Es muss fürwahr schrecklich gewesen sein damals, hört man die Kids heute woattsäppen. "Alexa", "Siri" oder "Google" rufen sie und "Flasche leer", wenn Hunger sie plagt. Sie wissen, Alexa macht, kommt und kann sie nicht verfehlen. Autonom und sicher führt der subkutane RFID-Chip Alexa zum Hungernden zurück, ihm die Sättigungsbrühe einzuflößen. Mama und Papa lernen sie erst im Taschengeldalter.

Der Brief führt uns zurück in eine Zeit, in der Abgasmanipulationen zum Zwecke schnelleren Fortkommens ausdrücklich erwünscht waren, sie waren Pflicht und Ehrensache zugleich, und in der alle Bürgerinnen und Bürger, ob jung, ob alt, Respekt und Ehrfurcht vor dem Lehrer, dem Pfarrer und dem Schutzmann hatten. Nur sie fürchteten sie und dass der Himmel nicht herunter falle. Sonst fürchteten sie nichts. Klimawandel, wie die Verweichlichten heute, schon gar nicht.

Montag, 12. Februar 2018

Deutschland | Der Parteienstaat. Ein Plädoyer zu Gunsten von Demokratie anstelle von Parteiokratie.

Deutschland ächzt unter Trägheit, Starre und Dickfelligkeit der hiesigen Form der parla­menta­rischen Demo­kratie und des Spitzen­personals in Regierungen, Par­teien und in Parla­menten. Deutschland ächzt auch unter der auto­kratischen Wirkung des Systems, das die Par­teien seit Bestehen der Bundes­republik Deutsch­land grund­gesetz­lich und gesetz­geberisch zu ihren Gunsten etabliert haben. Der Ein­fluss des Volkes wird unterdrückt, der Ein­fluss der Parteien wird vergrößert.

Mit nur vier Sätzen im Grundgesetz könnte die Parteio­kratie aufgebrochen und der Weg zu einer Demo­kratie vorbereitet werden.

Die Wahl des Bundeskanzlers | Dann gehe ich zu Frank-Walter und dann werde ich gewählt.

Dem ZDF, Spötter nennen es auch das Zweite Deutsche Fakesehen, wurde gestern Abend die Ehre zugewiesen, die Menschen hierzulande zu lehren, wie Demokratie in der Merkelokratie funktioniert und warum Angela Merkel ewiglich Bundeskanzlerin sein wird.

Zum Schluss der Merkel Propaganda Show fragte Bettina Schausten (ZDF), was Frau Merkel täte, wenn die Mitglieder der SPD die GroKo ablehnen würden.

No Problem, sprach die Unersetzliche fröhlich. Dann gehe ich zu Frank-Walter und dann schlägt er mich vor und dann werde ich gewählt. Video ab 12:20 Minuten.


Die vollständige Sendung des ZDF am 11.02.2018: https://youtu.be/PRWUspFGXms

Comoedia berolinensis

Das ultimative Unterhaltungsprogramm

Wer braucht in diesen Zeiten Shakespeare? Wer braucht Commedia dell´arte? Wer braucht Muppets Show?

Verblödungsstrahler einschalten, völkische Prawda lesen, und schon hampeln sie vor unseren Augen quicklebendig und quietschfidel umher - die Gruselclowns des postdemokratischen Zeitalters.
Als da wären:

Pantalone  - Rauten-Murksel 

Dottore  - Dreh-Hofer 

Brighella  - Schauder

Arlecchino  - Hans Mampf in allen Gassen

Pagliaccio Tagegeld-Schnulz

Colombina  Pippi Fressenbätschi

Pulcinella  - Siggi-Pop

Ihr dadaistisches Herumgehopse auf den Brettern, die das Geld bedeuten, inspiriert Neologismen, die bereits Eingang gefunden haben in den den alternativen (hoho!) Duden:

Koalieren, koalapste, kollabiert

Merkeln, marx, vermurkselt

Seehofern, seehoffte, ersoffen

Kaudern, kauerte, gelauert

Altmeyern, altmeierte, angemeiert

Schulzen, schalz, gescholzen

Nahlen, nihl, genollen

Gabrielen, gabriehehlte, gegraben

Häuptling Seattle, begeistert:

Erst wenn ihr den letzen Schalz genollen habt, werdet ihr merkeln, dass man Dreh-hofer nicht altmeyern kann.

Sonntag, 11. Februar 2018

GroKo | Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD und Art. 38 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.

Art. 38, Abs. 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland lautet:
"(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen."
Mit dem Koalitionsvertrag beschließen die drei Parteifürsten Merkel (CDU), Seehofer (CSU) und Schulz (SPD), Absatz 1 des Grundgesetzartikels 38 außer Kraft zu setzen, in dem sie den Bundestagsabgeordneten der Fraktionen von CDU/CSU und SPD diktieren:

"Im Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen einheitlich ab. Das gilt auch für Fragen, die nicht Gegenstand der vereinbarten Politik sind. Wechselnde Mehrheiten sind ausgeschlossen."

Update: 11.02.2018 - GroKo | Die schwarze Witwe und der rote Tote.

Am 13. Januar 2018 zeigte FOCUS ONLINE die Schwarze, den dem Untergang geweihten Roten fixierend.

FOCUS ONLINE, 13.01.2018: „So denken User über die Ergebnisse der GroKo-Sondierungen.“

Am 09. Februar 2018, nur zwei Tage nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen CDU/CSU/SPD, war das Werk vollbracht: Der Rote ist politisch tot.

"Keine Große Koalition" und "kein Ministeramt unter Bundeskanzlerin Merkel" rief Martin Schulz am 24.09.2017, am Abend der Bundestagswahl.

Mit Sirenenklängen wurde Martin Schulz in die schwarze Falle gelockt. Der Standpauke des Bundespräsidenten Steinmeier, nun aber endlich in einer GroKo staatspolitische Verantwortung zu übernehmen und dem Lockruf der Schwarzen, den geliebten Sessel des Ministers des Auswärtigen wärmen zu dürfen, war zu viel für Martin Schulz. Er konnte nicht widerstehen, stellte sich an die Spitze der Bewegung, marschierte los und stürzte ab. Mit ihm stürzte Sigmar Gabriel, Martin Schulz Widersacher und Andrea Nahles Erzfeind, die der doppelte Absturz an die Spitze der SPD geführt hat.

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Ursprung: Blogbeitrag, 13.01.2018: "GroKo | Die schwarze Witwe und der rote Tote."