Donnerstag, 12. Oktober 2017

Heftige Einwände gegen die deutsche Klimapolitik ( F.A.Z. vom 11.10.17 )

Dena, die bundeseigene Energieagentur, hält die deutsche Klima- und Energiepolitik für engstirnig und unrealistisch. Notwendig sei eine Vervielfachung der bereits heute installierten Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Um die nötigen Ökostromkapazitäten zu erreichen, müsse bis 2050 der Zubau von 8000 MW im Jahr eingehalten werden. Zu den bereits installierten Ökostromanlagen von 108.430 Megawatt, kämen dann schlappe 264.000 MW Ökostromanlagen hinzu.
 Der Netzausbau muss deshalb über das bisher erkannte Maß hinaus erheblich gesteigert werden, die Autoren der Studie schätzen die Kosten für die Ertüchtigung der Verteil- und Übertragungsnetze auf mindestens 150 Milliarden Euro. Man beachte: Als die Welt in Deutschland noch in Ordnung war, reichten 120000 MW konventionelle Leistung aus, um den Bedarf von max. 80000 MW zu decken, ohne großartigen Netzausbau.
 Ach ja, der Punkt Versorgungssicherheit wurde in der Studie auch angesprochen. Hier ist man gnädig, will man doch tatsächlich auch im Jahre 2050 konv. Gaskraftwerke zulassen.  Dabei wollen einige Landesfürsten in Deutschland ihre Länder bereits ab 2020 mit 100 Prozent Ökostromanlagen versorgen. Na ja," Jamaika" unter Kanzlerin Merkel wird`s schon richten.