Donnerstag, 16. Februar 2017

Ökopolitik | Die Jagd auf den Dieselmotor.

Nachdem Kernkraftwerke zur Strecke gebracht worden sind, die Braunkohlekraftwerke waidwund an den Tagebauen liegen und die Steinkohlekraftwerke gezwungen werden, Selbstmord zu begehen, geht die Jagd auf den Dieselmotor in die letzte Runde.

Hannover reitet mal wieder voran. Die Stromsucher der Stadtverwaltung sind zwar nicht in der Lage, für zwei automatisierte Schranken in der Eilenriede Elektrizität zu finden, aber dass Hannovers Luft grauenhaft sei, schlimmer als auf jedem Schullokus, das wissen die rotgrünen HerrInnen der allseits besorgten Stadtverwaltung und bringen die Kanonen in Stellung.

Die Attacken richten sich gegen die Marienstrasse. Eine Anwohnerin klagt, „An der Marienstraße zu leben ist wie Kettenrauchen“ (HAZ, 16.02.2017).

Die Dame hat keine Ahnung vom Rauchen und schon garnicht vom Kettenrauchen. Rauchten die Anwohner an der Marienstrasse Kette, dann husteten sie morgens schwarze Klumpen, sie hätten gelbe Zähne und Paradontitis im gesamten Maul. Der Autor weiß, was er schreibt.

Die Dame beschwindelt die HAZ, oder die HAZ verbreitet FakeNews, was aber nicht sein kann, da der HAZ-Verlag zu fast einem Viertel der ddvg gehört, dem Medienkonzern der SPD, die wiederum den FakeNews-Jäger und SPD-Bundesjustizminister Heiko Maas stellt.

Wahrheit ist, dass die rotgrünen Stromsucher im Rathaus am Trammplatz mal wieder auf den Pfaden der Ökodiktatur trampeln und dem liebsten Hobby frönen: Verbieten, Gängeln, Verbieten, Gängeln im Namen der Ökodiktatur unter dem Vorwand des Gemeinwohls.

Der Dieselmotor ist die Quelle allen Kettenrauchens. Deshalb muss er aus der Marienstrasse verbannt werden. Damit würde Hannover, die Stadt der stromsuchenden Stadtverwaltung, beginnen. Auf die Marienstrasse wird die Vahrenwalder Strasse folgen, dann die Podbielskistrasse, dann der Aegi, dann die Hildesheimer Strasse, und nach einem Jahr würde der Dieselmotor aus der Stadt verbannt sein.

Was dann? Den Rathausfürsten und den Landtagsfürsten ist das wurscht. Sie greifen in die Staatskasse, lassen neue Autos anschaffen und brausen auf dieselfreien Strassen durch die Stadt.

Doch halt! Sollte das schon das Ende sein? Weit gefehlt! Der Feinstaub! Der Feinststaub schlägt sich auf den Zungen nieder, bildet Zahnbeläge und twittert bis in feinste Bronchien und Lungenflügelchen, macht Krebs in allen Geweben. Der Mensch zerbirst am Feinstaub. Die Verursacher? Die Benzinmotoren! Natürlich, die Bezinmotoren sind die Übeltäter. Der Endkampf beginnt. Eine Anwohnerin klagt, an der Marienstrasse zu leben ist wie im Steinkohlebergbau arbeiten.

Die Grünen horchen auf und wittern Wahlkampfschlager, was die Roten nicht ruhen lässt. Ein Jahr später ist die Stadt auch von Benzinmotoren befreit. Hannover wird zur Vorreiterin der Lastenfahrräder. Jede/r Bürger/in bekommt eines gestellt und muss mit Fahrtenbuch Strecken und CO2-Ausstoß nachweisen, damit die Steuer auch gerecht erhoben werden kann.

Sie denken, alles sei Science-fiction? In Hannover kommt es immer noch schlimmer, als man es sich vorstellen kann. Darum lieben unsere Politiker ja auch die repräsentative Demokratie: Alle Macht den Parteien. No power to the people.