Donnerstag, 19. Januar 2017

Bundesregierung & Energiewende | Wir schaffen Müll für die Ewigkeit.


Die oberirdischen Bestandteile der Windkraft­anlagen sind nur ein Teil des Ent­sorgungs­problems. Unter der Erd­ober­fläche schlum­mern weitere Pro­bleme. Nach der gültigen Gesetzes- und Verord­nungs­lage müs­sen die Eigen­tümer von Wind­kraft­anlagen nur "grundsätzlich" die­jenigen Anlagen­teile zurück­bauen, die sich unter­halb der Erd­ober­fläche befinden. Was unten liegt, wird ewig liegen. Für 1.000 Euro pro Meter WKA-Höhe sind kompletter Rückbau einschließlich Zuwegung und Entsorgung nicht zu leisten. Die mit Erdreich verdeckten Beton­funda­mente mit einigen tausend Ton­nen Stahl­beton werden der Nach­welt hinter­lassen. Garantiert.

In den nächsten Tagen wird hier über die Entsorgungspflichten der Eigentümer von Windkraftanlagen anhand des Windenergieerlasses des Landes Niedersachsen berichtet werden.

Als Zuckerl vorab ein "Statement zum Entwurf der neuen Verordnung der Bundesnetzagentur zu Netzausbau und Windkraft" vom 11.10.2016 über Verstopfungen im Netz.
"Stefan Wenzel, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz:

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss weitergehen. Die neue Verordnung wäre verzichtbar, wenn Überkapazitäten bei Atom- und Kohlekraftwerken schneller abgebaut würden. Auch könnten so genannte Redispatch-Kosten zur Netzsteuerung vermieden werden, wenn die Mindestleitungsvorgaben für konventionelle Kraftwerke reduziert würden. Zu häufig verstopft Strom aus Kohle und Atom das Netz. Das muss geändert werden.

Nichtsdestotrotz ist der weitere Netzausbau dringend erforderlich. Dabei geht es um eine langfristige Anpassung der notwendigen Kapazitäten.Von der neuen Verordnung ist Niedersachsen nur mit einem Teil der Landesfläche betroffen. Das ist erfreulich, weil der erste Entwurf eine deutlich größere Fläche erfasst hatte."
Der Link zum "Windenergieerlass" und zu ergänzenden Dokumenten: Nieder­sächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klima­­schutz, 09.01.2017: "Wind­energie­nutzung mit Augen­maß - Wind­energieerlass"