Samstag, 23. Juli 2016

Energiewende | Die Lücke im Erneuerbaren Nichts.

Sommer 2016. Die Energiewende kommt voran. Die EEG-Umlage, die Subvention der Erneuerbaren, klettert Jahr um Jahr. Für Haushaltskunden steht sie seit Januar 2016 bei 7,56 Cent/kWh inklusive Mehrwertsteuer. 2017, 2018, 2019, 2020, ... wird die Kletterpartie weitergehen. Der Gipfel ist hoch.

Die diesjährige Erneuerbare-Energien-Subvention beträgt etwa 25 Milliarden Euro. Dafür gäbe es wahlweise 1 Million neue CO2- und NOx-freundliche Kleinwagen zu kaufen, 12 Milliarden Brote, 6 Milliarden Kilogramm Butter, 2,5 Milliarden Kisten Bier oder ... Erneuerbares Nichts. Die Bundesregierung bevorzugt Erneuerbares Nichts und zwingt das Volk zur Bezahlung des Nichts. Die Subventionen sind, wie alle Subventionen, in die Taschen von Profiteuren geschleudertes Geld, die nichts dafür leisten müssen. Sie müssen nur da sein und Bankkonten haben.

Bundesminister Sigmar Gabriel (SPD, Pädagoge) ist einer unserer treuesten Subventionäre des Nichts, der behauptet, dass 1. nur mit Nichts die Erde vor dem Klimakollaps zu bewahren sei, der dem Ersten Gebot der Klimawandelpriester zufolge drohen wird, und dass 2. dies nur mit Wind zu schaffen sei, der dem Klimawandel einen blasen würde.

Das deutsche Wahl- und Stromvolk glaubt traditionsgemäß tiefgläubig, was die Obrigkeit predigt.

In der Grafik sind "grün" die Stromerzeugung aus Biomasse und "hellblau" die aus Laufwasserkraftwerken enthalten. Beide sind wie Grundlast sehr stabil und betragen zusammen etwa 9.100 MW. Der Anteil "Laufwasser" hat sich in den letzten Jahrzehnten aus geologischen Gründen kaum verändert. "Laufwasser" gab es schon zu Zeiten der verpönten Energieriesen, es wurde nur nicht hochtrabend "Erneuerbar" genannt. Die Vergasung von Biomasse zur Strom- und Wärmeproduktion, die auf landwirtschaftlichen Flächen als Energiepflanzen extra angebaut und verwertet wird, gehört zu den Fehlentwicklungen einer ökoreligiös gesteuerten Staatswirtschaft, die besser heute als morgen aufgegeben werden sollte.

In den vergangenen sieben Tagen herrschte flautenreiches Sommerwetter. Der "blaue" Wind hatte sich verkrochen. Es muss ihm zu heiß gewesen sein.

Quelle: www.agora-energiewende.de. Einspeiseverläufe Elektrizität für
Biomasse, Laufwasser, Windkraft an Land und der Verlauf des Bedarfes
an Elektrizität in der Bundesrepublik Deutschland in der Zeit vom 16.-23. Juli 2016.


Die An-Land-Windkraft torkelte zwischen 750 MW und kurzzeitigen 9.200 MW mit einem Durchschnittswert von etwa 3.500 MW hin und her. Die mittlere tägliche Elektrizitätsproduktion aller 26.000 An-Land-Windkraftanlagen während dieser sieben Kalendertage betrug etwa 85 Millionen kWh. Herr Gabriel brauchte 26.000 An-Land-Windkraftanlagen für etwas, was Andere besser können. Nur 3 Kernkraftwerke à la Grohnde produzieren ebenfalls 85 Millionen kWh täglich - sicher, preiswert, subventionsfrei, landschaftsschonend, CO2- und NOx-frei und wetterunabhängig.

Ende 2015 betrug die installierte Leistung der rd. 26.000 An-Land-Windkraftanlagen etwa 42.000 MW. Während der vergangenen 7 Tage speisten sie zwischen 2% (= 1/50) und kurzzeitig 22% (knapp 1/4) der installieren Leistung in das Netz.

Das Stromvolk subventioniert 100% und bekommt? Fast Nichts. Die Lücke müssen nach Vorstellung der Bundesplanwirtschaftsbehörden vorzugsweise Gaskraftwerke füllen, die mit importiertem Brennstoff zu versorgen sind, die private Investoren wegen staatswirtschaftlich gegängelter Erlös- und Absatzmöglichkeiten nicht bauen werden, und die bei winterlich-nächtlicher 60.000-MW-Lücke mindestens 100 Kraftwerke à 600 MW bedeuteten. Die Zukunft sieht schwarz aus.

25 Milliarden Euro jährlich für Erneuerbares Nichts und eine 60.000-MW-Lücke, die kein Privater im Merkel-Deutschland freiwillig füllen wird.

Germania nigra ante portas.

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