Freitag, 27. Mai 2016

Energiewende | Kernkraftwerke seien gefährlich? Weit gefehlt, freut sich das Falkenpaar.

In der Nähe von Poitiers, dort, wo Karl Martell im Jahre 732 arabische Eindringlinge zurückgeworfen hatte, läuft seit 15 Jahren das EDF-Kernkraftwerk Civaux, eine Doppelblockanlage mit zwei Druckwasseranlagen von je 1.450 MW. Die beiden Blöcke erzeugen jährlich ungefähr 20 Milliarden kWh. Um diese Elektrizität mit Windkraftanlagen erzeugen zu können, wären 4.500 Monsteranlagen der 3-MW-Klasse erforderlich, die aber nur laufen würden, wenn der Wind auch bläst.

In Deutschland herrscht momentan Flaute. Deutschlands Windkraftanlagen lieferten heute, 27.05.2016, 11 Uhr, rd. 600 MW. Das sind 1,4% der installierten Leistung in Höhe von 42.000 MW. Germania nigra ante portas.

Kernkraftwerke seien gefährlich? Weit gefehlt!

An einem der beiden Kühltürme installierten Mitarbeiter des EDF-Kernkraftwerkes Civaux und des Centre d’Aide par le Travail (CAT) von Lussac-les-Châteaux 2005 einen Nistkasten, der seit 2008 von einem Falkenpaar bewohnt ist. Das fleißige Falkenpaar sorgt regelmäßig für Nachwuchs, jedes Jahr schlüpfen 2 oder 3 Falken.

Auch in diesem Jahr war es wieder soweit. Am 20.05.2016 gibt EDF das freudige Ereignis bekannt: "Naissance de trois faucons pèlerins à 70 m de hauteur" - "Drei Wanderfalken in 70 m Höhe geboren."

Herzliche Glückwünsche aus der norddeutschen Tiefebene, in der Kernkraftwerke leider politisch verpönt sind und in der Falken wegen Schreddergefahr nicht an Türmen von Windmühlen brüten können.