Mittwoch, 2. März 2016

Kernkraftwerke ín aller Welt | Die Atomfachfrau von Bündnis 90/Die Grünen.

Der Blog berichtete, dass die französische Ministerin für Umwelt, Energie und für das Meer Ségolène Royal (Parti socialiste) vor wenigen Tagen bekannt gab, unter der Voraussetzung der Zustimmung durch die zuständige Behörde ASN Autorité de sûreté nucléaire die Laufzeit der französischen Kernkraftwerke um 10 Jahre auf 50 Jahre verlängern zu wollen. Link zum Blogbeitrag vom 01.03.2016: "Kernkraftwerke in aller Welt | Totgesagte leben länger ( Teil 15)"

In den deutschen Medien war darüber wenig zu finden. Bündnis 90/Die Grünen hetzten, wie üblich, "Frankreich will Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern", "FRANZÖSISCHER SCHROTTREAKTOR - AKW Cattenom sofort stilllegen!" und "Grenznahe Schrottreaktoren abschalten".

Das ZDF berichtete am 28.02.2016: "Frankreich will Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern" und ließ nur eine systemtreue Meinung zu, die der Fachfrau der Grünen Sylvia Kotting-Uhl, Auszug aus der heute-Nachricht: "Die atompolitische Sprecherin der Grünen im deutschen Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl, reagierte mit scharfer Kritik auf die Ankündigung aus Frankreich. "Der geplante Überaltungs­betrieb für die französischen Atomkraft­werke ist eine miserable, gefährliche Idee", erklärte Kotting-Uhl in Berlin. Die französischen "Schrottmeiler" Cattenom und Fessen­heim an der Grenze zu Deutschland erfüllten "nicht einmal die europäischen Mindest­anforderungen an Alt-Akw" und müssten daher sofort stillgelegt werden."

Eine Gegenmeinung zu der von Frau Kotting-Uhl ist in der Nachricht des ZDF nicht zu finden. Das würde auch nicht dem Stil eines der neutralen Berichterstattung verpflichteten öffentlich-rechtlich Senders entsprechen. Ein Mindestmaß an Systemtreue muss schon sein. Es muss also gefragt werden, wer Frau Kotting-Uhl ist, die soviel über Kerntechnik zu wissen scheint, dass das staats­regulierte ZDF nur sie zu Wort kommen lässt. Der Lebenslauf gibt Auskunft. Frau Kotting-Uhl ist die atom­politische Sprecherin der Fraktion der Grünen im Deutschen Bundestag (Internetabfrage: 02.03.2016).

Auszug aus "zur Person":
Biographisches
  • Geboren [29.12.1952]
  • Studium Germanistik, Anglistik und Kunstgeschichte in Heidelberg, Edinburgh und Zaragoza
  • Dramaturgin, Dozentin
  • [...]
  • Mitglied bei BUND, WWF, Europa-Union, Amnesty International, Institut Solidarische Moderne, Greenpeace und diversen kulturellen und sozialen Einrichtungen Baden-Württembergs.
  • Grün-biographisches: Eingetreten 1989; 1995 – 1999 und 2001 – 2013 Mitglied des Landesvorstandes; 2003 – 2005 Landes­vorsitzende; seit 2014 Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Parlamentariergruppe im Bundestag; seit 2005 Mitglied im Deutschen Bundestag
Bei den Grünen zuständig für: Reaktorsicherheit, Endlager, nicht­ionisierende Strahlung (Elektrosmog), Energie­forschung
Studium: Aha. Abschluss?

Per grüner Definition ist Frau Kotting-Uhl Fachfrau für Kernphysik, für Kerntechnik und für Energieforschung, denn per Ausbildung kann sie es ja nicht sein. Dramaturgischer Schwerpunkt: Elektrosmog?

Was dem einen sein' Uhl', ist dem anderen sein Wissen. Wer heute noch den mühe­vollen Weg des Studiums von Physik und Mathematik, womöglich sogar dem von Ingenieur­wissen­schaften beschreitet, muss wissen: Eine Mitglied­schaft bei Bündnis 90/Die Grünen qualifiziert mühe­loser. Ist es nicht wunder­voll, in einem Land grenzenloser Möglichkeiten leben zu dürfen?