Samstag, 27. Februar 2016

Energiewende | Zwischen Dunkelwind und Sonnenflaute liegt Dunkelflaute - 7 Tage im Februar 2016

Deutschlands Elektrizitätsversorgung über 7 Tage vom 20. bis zum 27. Februar 2016. Mal blies der Wind, mal leuchtete die Sonne. Trotz inzwischen über 85.000 Megawatt installierter Sonnen- und Wind­kraft­anlagen (SKA, WKA) erreichte die höchste "Ernte" in der Nacht der stärksten Winde, am 21. Februar 2016 um 23 Uhr, nur 36.200 Megawatt, rd. 43% der beiden "Säulen der Energie­wende" Sonne und Wind zusammen, wie sie vom Herrn Bundes­minister für Wirt­schaft und Energie (BMWi) Sigmar Gabriel (SPD) gepriesen werden.

Die Grafik der Agora Energiewende, einem der einflussreichsten Institute der Klima­wandel­lobby, zeigt das Dilemma. Das Volk wird gezwungen, Subventionen in Höhe von 25 Milliarden Euro jährlich für eine erneuerbare Elektrizitäts­struktur zu bezahlen, die nicht in der Lage ist, die Industrie- und Ein­wanderungs­nation Deutsch­land mit über 80 Mil­lionen Einwohnern sicher, bedarfs­gerecht und international wett­bewerbs­fähig mit Elektrizität zu ver­sorgen.

Elektrizitätsversorgung Deutschland: Last- und Einspeiseverläufe in der Zeit vom 20.-27.02.2016.
Grafik und alle Rechte: Agora Energiewende, Berlin.

"Blaugelb, teure Freundin, ist alle Theorie, und nur blaugrau des Stromes wahre Quelle",
murmelte Mephistopheles, als er die Energiewende sah.


Seit dem Maximum am 21.02.2016 um 23 Uhr sank die Leistung der "Säule" Windkraft langsam und beständig bis auf 1.300 Mega­watt am 26. Februar 2016 um 17 Uhr ab, klägliche 3% der installierten WKA, und säuselt seitdem mit weniger als 5.500 Megawatt vor sich hin. Eine wahrlich starke, zuverlässige, hochverfügbare Elektrizitäts­quelle, die die Großen Konsorten (GroKo) mit Bundes­kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vize­kanzler Sigmar Gabriel (SPD) der Bundes­republik Deutsch­land verordnet haben.

Die gelben Huckel zeigen die Einspeisungen der inzwischen 1.300.000 (i. W.: eine­million­drei­hundert­tausend) Photo­voltaik­anlagen auf Deutschlands Dächern und Feldern, der zweiten "Säule" der virtuellen Energie­wende. Die am höchsten Subventionierten liefern am Wenigsten. Das muss Deutsch­land erstmal jemand nachmachen.

Selbst Vervielfachung der WKA und der SKA wird das Problem nicht lösen können: Es gibt in den Winter­monaten immer bis zu zwei Wochen andauernde Hoch­druck­phasen mit wenig Wind, zeit­weise über­lagert mit wenig Hellig­keit. Diese "Dunkel­flauten" können weder jetzt noch in den nächsten Jahr­zehnten durch Speicher­anlagen kompensiert werden. Zwei Wochen bedeutet im Winter, 14 Tage lang täglich 1,5 bis 2,0 Milliarden kWh und mit bis zu 85.000 MW bereitstellen zu müssen.

Zur Veranschaulichung: Die vorhandenen Pumpspeicher­kraftwerke haben eine Gesamt­leistung von ca. 6.500 MW (= 8% des Leistungs­bedarfes) und eine Speicher­fähigkeit von 0,04 Milliarden kWh (= 2,5% des täglichen Energiebedarfes). Sind die Speicherbecken leer, dann ist es zappen­duster, denn wieder aufgefüllt werden kann nicht. Deutsch­land liegt unter einer Dunkel­flaute begraben. Ausbau? Aus geografischen Gründen nicht möglich.

Germania nigra ante portas.