Samstag, 20. Februar 2016

Energiewende | Kommunen wollen geschlachtete Kuh melken.

Windmühlen im Badeteich. So scheinen die Mitglieder des Verbandes der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH (VkA) die energiepolitische Zukunft der Industrienation Deutschland zu sehen.

Am 17.02.2016 gab die Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerks Aktiengesellschaft (RWE) die vorläufigen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015 bekannt und verkündete, dass RWE-Stammaktien diesmal dividendenlos bleiben sollen. Das erste Mal seit Jahrzehnten, vgl. Blogbeitrag vom 17.02.2016: "Energiewende | CDU von Albträumen geplagt".

Aufruhr im Pott. "Kommunen protestieren gegen Dividendenkürzung von RWE", schreibt OnVista zur Reuters-Meldung vom 17.02.2016.

"Das ist ein Schlag ins Kontor und haut uns vom Hocker", sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Kommunalen RWE-Aktionäre (VkA), Ernst Gerlach, der Nachrichtenagentur Reuters.

Klar. Woher soll man als Geschäftsführer des Verbandes der Kommunalen RWE-Aktionäre GmbH und als einer von Dutzenden von RWE-Beiratsmitgliedern auch wissen, wie die Geschäftslage "seines" Unternehmens ist? Schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Link zur Liste von RWE-Beiräten. Die politischen Parteien, die den "Energieriesen" den wirtschaftlichen Untergang eingebrockt haben, scheinen in den Beiräten nicht unterrepräsentiert zu sein. Sie müssten wissen, wohin ihre Politik das Unternehmen getrieben hat.

Der VkA pocht auf Dividende. Insofern bleibt es dabei. Die kommunalen Miteigentümer des RWE wollen die Kuh melken, die ihre Parteien geschlachtet haben. Es ist wundervoll, in einem Land mit solch praller Kompetenz leben zu dürfen.

Link zum Blogbeitrag vom 17.02.2016: "Energiewende | CDU von Albträumen geplagt".