Mittwoch, 12. August 2015

Energiewende | M5BAT - Hybrider Batteriespeicher

In Aachen startete heute der Bau des derzeit größten hybriden Batteriespeichers der Welt. Sein Name: M5BAT. Seine Aufgabe: Die schwankende Stromerzeugung der witterungs-, tageszeit- und jahreszeitabhängig produzierenden Windkraft- und Solaranlagen auszugleichen.

Die Hauptdaten
Bemessungsleistung: 5 MW = 5.000 kW
Speicherkapazität: 5 MWh = 5.000 kWh
Investition: 12,5 Millionen Euro.

Weitere Informationen zum Projekt sind aúf der M5BAT-Website zu finden.

Wie auf der Website beschrieben, kann M5BAT 5.000 kW für 1 Stunde liefern.

Heutige Windkraftanlagen haben Bemessungsleistungen von ebenfalls 5.000 kW. Eine M5BAT-Anlage könnte bei Wind­stille 1 Stunde lang 1 Wind­kraft­anlage ersetzen, die mit Bemessungs­leistung gelaufen war.

Deutschland verbraucht täglich je nach Jahreszeit und Wochentag zwischen 1 Mil­liarde kWh und 2 Mil­liarden kWh an Elektri­zität. Während der regel­mäßig wieder­kehrenden sommer­lichen Wind­flauten müsste min­destens die Hälfte der täg­lichen 1 Mil­liarde kWh durch Speicher­elektrizität ersetzt werden. 500 Mil­lionen kWh entsprechen 100.000 Anlagen des Typs M5BAT. Gesamt­investition: 300 Mil­liarden Euro unter der Annahme, dass der Anlagen­preis bei Massen­fertigung auf 1/4 schrumpft. Irgend­wann sind aber auch die Speicher leer, und die Aufgabe verdop­pelt sich. Das Volk muss versorgt werden und gleichzeitig müssen die leer gefahrenen Speicher wieder aufge­füllt werden.

M5BAT könnte mit Primärregelung auch Netzsystem­dienstleistungen übernehmen. Allerdings wären 5 MW Primär­regel­leistung auch nicht der wahre Kracher. Die Kosten wären der nächste Punkt.

Fazit
Die Energiewende gebärt Projekte, die technisch interessant sind, die jedoch die Kosten der Versor­gung einer Industrie­nation mit Elektri­zität in die Höhe treiben.

Batterien, gleich welchen Typs, bestehen aus giftigen Materialen und sie haben Gebrauchs­dauern von nur 10 bis 20 Jahren. Die Ersatz­kosten und die Entsorgungs­kosten sind weitere Posten auf der Gesamt­kosten­rechnung.

Die Umweltbilanz der teuren und natur­zerstören­den Wind­kraft­anlagen, giftigen Solar­kraft­anlagen und gif­tigen Batterie­anlagen scheint nicht besser zu sein, als die der preiswerten, aber verpönten Kohle-, Gas- und Uran­kraft­werke. Wie es aussieht, wird auch die nächste Grüne Generation wieder vor epochalen Welt­verbes­serungs­aufgaben stehen. Das Grüne Geschrei bei neuen Wind­kraft­anlagen hat jedenfalls schon begonnen.