Sonntag, 10. Mai 2015

Energiewende | Polen und Österreich müssen aushelfen.
Technisches und politisches Fazit der Energiewende.

Mit der jüngsten Pressemitteilung zum von 04. Mai 2015 bestätigt die Bundesbehörde Bundesnetzagentur den Energiewende-Bankrott der Merkelschen (CDU) Kanzlerschaften seit Regierungsübernahme im Herbst 2005.

Link #1: Pressemitteilung der Bundesnetzagentur vom 04.05.2015. Auszug:
"Bestätigung des Reservekraftwerksbedarfs

Die Bundesnetzagentur hat heute den Netzreservebedarf für die kommenden beiden Winterhalbjahre und für die Langfristperspektive 2019/2020 bestätigt:
  • Für den Winter 2015/2016 beträgt der Reservekraftwerksbedarf mindestens 6.700 Megawatt.
  • Im Jahr 2016/2017 beträgt der Reservekraftwerksbedarf mindestens 6.600 Megawatt.
  • Für das Jahr 2019/2020 beträgt der Reservekraftwerksbedarf 1.600 Megawatt.
[...] In den Wintern 2015/2016 und 2016/2017 kann sich der Reservebedarf nochmals um 1100 Megawatt erhöhen in Abhängigkeit davon, welche Reserve­kraftwerke [...] ver­pflichtet werden können. [...] Zu den bekannten Nord-Süd-Eng­pässen sind Engpässe in Richtung Süd-Osten hinzugekommen. Diese könnten durch günstig gelegene Reserve­kraftwerke, beispiels­weise in Polen, aufwands­ärmer als durch Kraft­werke im Süden entlastet werden.

[...] Für das Jahr 2019/2020 beträgt der Reserve­bedarf 1.600 Megawatt. Der Rückgang des Reserve­leistungs­bedarfs liegt an einer auf europäischer Ebene diskutierten Ein­führung von Engpass­management­verfahren zwischen dem deutschen und öster­reichischen Über­tragungs­netz. Eine mögliche Limitierung der Strom­exporte von Deutsch­­land nach Öster­reich auf maximal 5,7 Gigawatt reduziert als Nebenfolge den Bedarf an Netz­reserve auf 1,6 Gigawatt. Ohne die Einführung eines Engpass­manage­ments läge der Reserve­bedarf bei 6,1 Gigawatt. [...]"
Link #2, bei der Bundesnetzagentur unter "Lis­te der Kraft­werks­s­till­le­gungs­an­zei­gen" zu finden: Die Kraftwerksstilllegungsanzeigenliste der Bundesnetzagentur, Stand: 10. April 2015.

§13a des Energiewirtschaftsgesetzes enthält die dirigistischen Eingriffe zur Nichtnutzung von Eigentum. Die Bundesnetzagentur ist die Schöpferin des denkmalswürdigen Bandwurmwortes "Kraftwerksstilllegungsanzeigenliste", als geistige Eigentum geschützt bis 70 Jahre nach dem Tode - des kreativen Bandwurmes.

Technisches Fazit
Polnische Kraftwerke sollen Deutschlands Elektrizitätsnetz stabil halten. Vermutlich werden sie mit porentief reiner polnischer Kohle befeuert. Jedenfalls sind protestbesorgte Menschenketten noch nicht gesichtet worden.
Elektrizitätsexporte nach Österreich werden per "Engpassmanagement", ein anderes Wort für Staastdirigismus, unterbunden.
Aus wirtschaftlichen Gründen stillzulegende Kraftwerke müssen zur Sicherstellung der Netzstabilität betriebsbereit gehalten werden. Aktuell sind es 7 Anlagen der EnBW und 4 Anlagen von E.ON mit insgesamt rd. 2.500 MW. Alle Anlagen befinden sich südlich des Main. Die Kosten trägt der Endkunde über die Netzkosten, die die Kosten der Systemsicherheit enthalten.

Politisches Fazit
Die von Regierung und Bundesparlament befohlene Energiewende ist gescheitert. Die Energiewende ist Dirigismus gekoppelt mit Subventionismus unter Ausschaltung marktwirtschaftlicher Bedingungen. Die Energiewende ruiniert die nicht subventionierten Unternehmen, angefangen bei den vier ehemals Großen, EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON bis hinunter zu kleinen städtischen Werken, deren Anlagen infolge der übersubventionierten "Erneuerbaren" unwirtschaftlich geworden sind, und die alle gegen hohe Abschreibungen auf das Anlagevermögen und gegen einbrechende Einnahmen zu kämpfen haben. Die Eigentümer der EnBW und des RWE müssen nicht bedauert werden. Die EnBW gehört fast komplett Land und Kommunen des grün-rot regierten Baden-Württemberg, das RWE hat viele rot und grün regierte Kommunen als Eigentümer, die alle tiefgläubig den Priestern des Klimawandels und der Energiewende hinterherrennen. Das komplexe Elektrizitätssystem eines großen Landes zur technischen und wirtschaftliche Reife zur bringen, bedurfte eines Zeitraumes von über 100 Jahren. Ein solches System per Ordre-de-Mufti-Beschlusses innerhalb von 2 Jahrzehnten praktisch auf den Kopf zu stellen, grenzt an kriminelles Verhalten. § 316b Störung öffentlicher Betriebe scheint bei politischem Dirigismus leider nicht relevant zu sein.

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