Montag, 29. Dezember 2014

Sozialismus à la Bundesregierung | Pflege- und Krankenversicherung 2015

Am 12. Dezember 2014 beschloss der Verwaltungsrat der Techniker Krankenkasse (TK) den sogenannten Zusatzbeitrag der Gesetzlichen Kranken-Versicherung (GKV), ein neues Finanzierungs­element der sozia­listischen "Sozial­versicherung", verordnet von der Politik, zu tragen von den Sozial­versicherungs­pflichtigen, die zu schweigen haben.

Um die notleidenden Unternehmen nicht zu überfordern, hatte 2005 die Schröder (SPD)/Fischer (Grüne)-Bundes­regierung als Hüterin der sozialen Gerechtigkeit beschlossen, die ursprünglich paritätische Finanzierung der GKV zu Lasten der Versicherten aufzugeben und den Versicherten, also der eigenen rot-grünen Wähler­klientel, die Mehr­kosten aufzubürden. Gerhard Schröder wurde als Genosse der Bosse Geschichte.

Nach einigem Hin und Her mit Einheitsbeiträgen, Einzahlungen in den Gesundheitsfond, der die Beitragseinnahmen nach kommunistisch-bürokratischem Muster den Krankenver­sicherungen gnädigst zuteilt, hat die CDU/CSU/SPD-Merkel-Gabriel-Bundes­regierung 2014 beschlossen, den Versicherungs­beitrag unabhängig von den Kosten mit 14,6% der beitragspflichtigen Einnahmen zu fixieren, die Hälfte als Lohnnebenkosten die Arbeitgeber bezahlen zu lassen und alle weiteren Kosten­erhöhungen unmittelbar von den Versicherten zu holen. Die Versicherten haben zu schweigen. Die Versicherungsleistungen bestimmt die Bundesregierung mit Beihilfe des unterwürfigen Parteien­parlamentes. Die Versicherten haben zu schweigen.

Um die sozialistische Sache rund zu machen, hat der Gesetzgeber den früheren Risiko­struktur­ausgleich in Ausgleichs­fond umgetauft und schiebt auch hier mit sozialistischen Methoden die Beiträge der Versicherten zwischen den Kranken- und Pflege­versicherungen hin und her. Kranken- und Pflegever­sicherungen mit besserer Einnahmen-/Ausgabenstruktur wird Geld zu Gunsten anderer Versicherungen abgeknöpft. Die Versicherten haben zu schweigen.

Der Wettbewerb zwischen den Versicherungen ist per politischem Befehl stillgelegt. Sozialismus pur - verordnet durch CDU und CSU und SPD und FDP und Bündnis 90/Die Grünen, deren Regierungsmitglieder und Abgeordnete nicht GKV-versichert sein müssen, sondern privilegiert privatversichert sein dürfen - die meisten Kosten trägt das doofe GKV-versicherte Volk.

Beispiel Techniker Krankenkasse und Pflegeversicherung 2015
Mitteilung der TK vom 08.10.2014: Beitrag zur Pflegeversicherung ab 2015
"Zum 1. Januar 2015 steigt der Beitrag zur Pflegeversicherung auf 2,35 Prozent. Die Erhöhung trifft Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen.
1,175 Prozent ist der Anteil, den sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer im kommenden Jahr zur Pflege­versicherung beitragen. Kinder­lose Arbeitnehmer, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen 0,25 Prozentpunkte mehr und kommen auf einen Beitrag von 1,425 Prozent.
Etwas anders sieht es in Sachsen aus. Hier zahlt der Arbeitgeber ab 2015 nur 0,675 Prozent und der Arbeitnehmer 1,675 Prozent. Bei Kinder­losen sind es 1,925 Prozent."
Mitteilung über Beschlüsse des TK-Verwaltungsrates vom 12.12.2014
Der Haushalt der Pflegeversicherung wird sich auf knapp 4,2 Milliarden Euro belaufen, von denen jedoch 2,8 Milliarden Euro in den Ausgleichsfonds fließen, mit dem andere Pflege­kassen unterstützt werden, deren Ausgaben nicht durch Einnahmen gedeckt sind.
Fazit zur Pflegeversicherung
Müssten die TK-Versicherten nur die eigenen Leistungen finanzieren, dann läge der Beitrag zur Pflegeversicherung nur bei rd. 1/3 = 0,8%, die halbe-halbe auf Arbeitgeber und Versicherte verteilt werden würden.

In EURO für Arbeitnehmer mit Kindern, die nicht in Sachsen leben: Bei Brutto 3.000 Euro im Monat hätten die Versicherten nur 12 Euro/Mt. statt 36 Euro/Mt. zu bezahlen.

Der Unterschied sei gering, finden Sie? Die Parteien wissen, dass Sie so großzügig denken und haben deshalb keine Skrupel, Sie in allen Bereichen mit diesem Argument abzuzocken. Herrn Trittins 1-Eiskugel-im-Monat-Finanzierung der "Erneuerbaren", inzwischen 30 Euro kostend, ist ein typisches Beispiel, dem vielleicht auch Sie damals großzügig zugestimmt haben.

Machen Sie mit bei www.mehr-demokratie.de !