Montag, 24. November 2014

Energiewende | Zwangsstilllegung Kohlekraftwerke - Germania nigra est ante portas.

Diktatur und Staatswirtschaft wachsen. Nur Merkel (CDU), Seehofer (CSU), Gabriel (SPD), Hendricks (SPD) und Co. wissen, was gut für das Land ist und drücken ihre staatswirtschaftliche Ideologie mit der Macht des politischen Primats unter willfähriger Zustimmung des Bundesparlamentes durch. Nach Zwangsstilllegung der Kernkraftwerke ist Zwangsstilllegung von Kohlekraftwerken das neue Ziel: Handelsblatt am 23.11.2014: "Gabriel will Stromkonzerne zur Abschaltung zwingen"

Die Einspeise- und Lastverläufe des deutschen Elektrizitätsnetzes beweisen, dass ohne Kohle und Gas Deutschland dunkel werden wird. Beispiel vom 23.11.2014, veröffentlicht vom energiewendephilen "Think Tank" Agora Energiewende, mit namhaften Fachleuten, wie Klaus Töpfer (grünschwarz) und Rainer Baake (tiefgrün), an der Spitze.


23. November 2014: Last- und Einspeiseverläufe im deutschen Elektrizitätsnetz.
Unter "Konv. Kraftwerke" sind Uran, Kohle, Gas zusammengefaßt.
Urheberrecht: Agora Energiewende - www.agora.energiewende.de
"Grün, teure Freundin, ist alle Theorie, und grau des Stromes wahre Quelle",
Mephistoteles 2014

Am Sonntag, 23. November 2014 schien nur wenig Sonne und der Wind blies auch nur mittelmäßig, wie so oft in diesem Jahr.

Die installierte Solar-Gesamtleistung beträgt rd. 35.000 MW. An diesem Novembersonntag betrug die maximale photovoltaische Einspeisung nur rd. 9.000 MW für wenige Minuten zur Mittagszeit. Davor und danach sinkt die Einspeisung schnell ab. Vor 7 Uhr und nach 17 Uhr war es photovoltaisch zappenduster.

Rechnen wir: Bei 35.000 MW beträgt die Tagesarbeit: 35.000 MW x 24 Stunden = 840.000 MWh. Die Sonne schaffte am gestrigen Sonntag geschätzt 35.000 MWh. Die Arbeitsausnutzung betrug kümmerliche 4,2%.

Würden Sie einen Handwerker zum vollen Stundensatz bezahlen, der nur 4,2% der Zeit arbeitet, der pro Stunde nur 2,5 Minuten schafft? Nein? Warum erlauben Sie dann der Bundesregierung, Deutschland zwangsweise mit solchen Stromerzeugungsanlagen zu beglücken?
Zum Vergleich: Ein 1.400-MW-Kernkraftwerk (z. B. Philippsburg 2, Emsland, Isar 2) schafft rund um die Uhr zuverlässsig und preiswert mit täglichen 33.000 MWh fast genausoviel, wie 1,3 Millionen Solaranlagen am 23.11.2014, deren Produktion übersubventioniert und vom Wetter abhängig ist.
Nicht viel besser sieht es bei der Windkraft aus. Die Produktion schwankte zwischen 5.000 MW und 14.000 MW. Installiert sind ebenfalls rd. 35.000 MW. Die am 23.11. geleistete Arbeit liegt bei ca. 180.000 MWh und bedeutet 21% Arbeitsausnutzung. Der Vollpreis-Handwerker würde bei diesem Beispiel immerhin 13 Minuten pro Stunde arbeiten. 47 Minuten in jeder Stunde würde er nichts machen. So, so, davon hätten Sie schon gehört und diese Handwerker würden Sie an die Luft setzen? Also ran: Setzen Sie auch die Bundesregierung an die Luft.

Leider funktioniert der Netzausbau auch nicht so (und hier nach Bundesbedarfsplangesetz), wie man es sich noch 2012, im Jahr 2 des Energiewendezeitalters, als ex-DDRlerin vorstellte:
Die Worte der Bundeskanzlerin am 23.06.2012: „Wir haben jetzt die ersten Erfahrungen mit dem sogenannten ENLAG – das ist das Energie­leitungsaus­baugesetz. Hier kann, wenn Bürgerinnen und Bürger klagen, dann nur eine Gerichtsinstanz die Entscheidung fällen; das ist das Bundes­verwaltungs­gericht in Leipzig, das in sehr kurzer Frist auch urteilen wird und damit Baufertigkeit herstellen wird.“ und weiter
“Für diese Netzaus­bauplanung gibt es jetzt Anhörungen der Bürgerinnen und Bürger. Und wir werden dann einen solchen Plan in Gesetzes­form zum Ende des Jahres verfügbar haben, und dann können die Bau­arbeiten beginnen."

Nachzulesen unter Erwin Löwe: "Hört, ihr Leut', und laßt euch sagen,…“ Der Bundeskanzlerin Zentralorgan : Video-Podcast #22/2012 vom 23.06.2012 oder in der Mediathek der Bundesregierung.

Fazit
Die Grafik mit den Last- und Einspeiseverläufen beweist, dass das schwarz/gelb/rot/grüne Projekt Energiewende gescheitert ist. Germania nigra est ante portas.

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Links
Blogbeiträge: Energiewende
Blogbeiträge: Leistungsbilanzen Elektrizität