Dienstag, 5. August 2014

Energiewende gescheitert | Bilanz Juli 2014

Deutsche Politik und deutsche Medien in trauter Eintracht. Mit "Die Energie­wende ist das Erfolgs­modell" täuschen deutsche Politik und deutsche Medien das Volk. Die Elektrizitäts­versorgung Deutsch­lands wird nicht von Wind­kraft- und Photo­voltaikanlagen getragen, den politisch und medial propa­gierten "tragenden Säulen" der Großen Elek­trischen Nach­haltigkeit. Die Elektrizitäts­­versorgung wird über das Jahr 2050 hinaus von Kraft­werken gewähr­leistet werden müssen, die seit 100 Jahren vor Beginn der Merkel-Ära tageszeit- und witterungs­unabhängig zuver­lässig und preis­wert funktionieren, und die nicht auf EEG-Sub­ventionen mit mehr als 20 Mrd. Euro jährlich angewiesen sind, dem nationalen von-unten-nach-oben-Umver­teilungs­programm.

Beweise ?

Juli 2014 - ein Monat im Sommer

Deutschland, Einspeise- und Lastverläufe der Elektizitätsversorgung vom 01. bis 31. Juli 2014
Quellenangabe und Urheberrecht: Agora Energiewende - www.agora-energiewende.de

Die "tragende Säule" Windkraft schaffte bei installierter Anlagenleistung in Höhe von rd. 35.000 MW an keinem der 31 Tage mehr als 10.000 MW. Meistens lahmten die 25.000 Windkraftanlagen bei 1.000 MW bis 5.000 MW. An vielen Tagen wurden nicht einmal 1.000 MW erreicht. Die Anlagen­ausnutzung lag meistens bei 3% bis 15%. Werte um 30% wurden im Juli 2014 nur in wenigen Stunden erreicht. Mit diesen kümmerlichen Werten würde jedes im Wettbewerb stehende Unter­nehmen pleite machen. Die Windkraft-Unternehmen über­leben nur wegen der prächtigen EEG-Subventionen.

Die zweite "tragende Säule" Photovoltaik hatte vor 6 Uhr und nach 20 Uhr nichts beizutragen. Höchst­einspeisungen gibt es tagsüber nur zwischen 11 Uhr und 13 Uhr. Davor und danach fallen die Einspeisungen schnell ab. Nur an wenigen Juli-Tagen kam die Photovoltaik für 2 bis 3 Stunden über 20.000 MW. Meistens lag sie unter 15.000 MW, und auch das nur 2 bis 3 Stunden täglich. Bei aktuell ebenfalls installierten rd. 35.000 MW lag die Anlagenausnutzung selbst an den wenigen leistungs­stärksten Sonnen­tagen zur Mittags­zeit für wenige Stunden bei nur 65% und sinkt schnell auf systembedingte 0% während der langen Zeitspanne Dunkelheit. Auch die Photovoltaik überlebt wirtschaftlich lediglich wegen der üppigen EEG-Subventionen.

Die Einspeise- und Lastverläufe für Juli 2014 beweisen die gescheiterte Energie­wende. Die Energie­wende kann auch nicht durch weiteren Windkraft- und Photo­voltaikausbau gerettet werden. Wenn weder Sonne scheinen (nachts) noch Winde wehen (Sommer 2014 seit Anfang Mai) bleibt die Küche nachhaltig kalt. Die Energie­wende kann auch nicht durch Speicher­techniken gerettet werden. 1. Es gilt der Satz zuvor und 2. müssten Speicher vorhanden sein, die für mehrere Wochen die Elektrizitäts­versorgung sicher stellen könnten.

Dazu einige Zahlen
  1. Der Elektrizitätsverbrauch beträgt abhängig von Wochentag, Jahreszeit und Wetter täglich zwischen 1,2 Milliarden kWh und 2 Milliarden kWh.
  2. Die benötigte Leistung schwankt im Jahresverlauf zwischen 40.000 MW (Pfingsten) und 85.000 MW (kalter Wintertag).
  3. Aktuell sind Pumpspeicherkraftwerke mit rd. 7.000 MW vorhanden, die gemit­telt rd. 6 Stunden unter Voll­last liefern können. Die gespeicherte Elektrizitäts­menge beträgt rd. 42.000 MWh = 0,04 Mrd. kWh = weniger als 1/30 des täglichen Strom­verbrauches.
  4. Wesentlicher Neubau an Pumpspeicheranlagen (Wasser oder Luft, siehe Huntorf bei Bremen) ist aus geographischen Gründen in Deutschland nicht mehr möglich.
  5. Andere großtechnisch anwendbare Speichertechnologien sind nicht in Sicht.
Diese wenigen Zahlen beweisen, dass Speicher die Energiewende in den nächsten Jahr­zehnten nicht retten können.

Fazit
Die Energiewende ist gescheitert.

Link: Blogbeiträge: Leistungsbilanz

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