Mittwoch, 25. Dezember 2013

Energiewende - Angela Merkels bezahlbare Strompreise.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BdEW) veröffentlich regelmäßig die "Strompreisanalyse" mit detaillierten Angaben zu der Entwicklung seit der Liberalisierung der Energiemärkte ab 1998. Der BdEW ist nicht das Sprachrohr der von schwarz-rot-grün verteufelten 4 Energieriesen, sondern ein Verband mit mehreren hundert Mitglieds­unternehmen der zerstückelten Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland.

Die jüngste Veröffentlichung erschien als 30-seitige "BDEW-Strompreisanalyse Mai 2013" am 27. Mai 2013. Das Thema wird leider nur wenige interessieren. Es ist weder weihnachtlich noch populär. Das Thema ist auch nicht zeitgemäß. Wichtigere Dinge, wie die Ausmerzung des Klimawandels und Angela Merkels Machterhaltung haben Priorität. Diejenigen jedoch, die wissen möchten, warum bei sinkenden Börsenpreisen die Strompreise in den Himmel stürmen und die die Geduld aufbringen, 28 PDF-Seiten konzentrierter Informationen zu studieren, werden nicht enttäuscht werden. Alle anderen finden im folgenden Auszug, Seite 6 des BdEW-Dokumentes, die Entwicklung der Strompreise und der politisch verursachten Abgaben seit 1998.


©BDEW  --  BDEW-Strompreisanalyse Mai 2013, Seite 6. 


Ergebnis: 2013 sind 50% der Stromkosten politisch verursacht. 2005, zu Beginn von Frau Merkels Kanzlerschaften, waren es "erst" 40%.

Symptomatisch für das politisch verursachte Durcheinander ist die Liste der Abgaben: Konzessionsabgabe, EEG-Umlage (Ausgleichsmechanismus-Verordnung), KWK-Aufschlag, §19-Umlage, Offshore-Haftungsumlage, Stromsteuer und auf alles kommt dann zur Krönung noch die Mehrwertsteuer. 

Weitere kostenträchtige Titel tauchen in der Liste (aus Platzgründen?) nicht auf: Z. B. die "SysStabV", die "Verordnung zur Gewähr­leistung der technischen Sicher­heit und System­stabilität des Elektrizitäts­versorgungs­netzes (System­stabilitäts­verordnung - SysStabV)", oder die Verordnung zur Regelung des Verfahrens der Beschaffung einer Netzreserve sowie zur Regelung des Umgangs mit geplanten Stilllegungen von Energieerzeugungsanlagen zur Gewährleistung der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems (Reservekraftwerksverordnung - ResKV), ganz frisch vom Juni 2013, oder die Regelungen für die Mehrkosten der partiellen Verkabelung des Höchstspannungsnetzes, oder die speziellen Regelungen für die Beschaffung der Leistungen zur Spannungshaltung oder die hohen Kosten für den Netzausbau aufgrund der windkraftbedingten Nord-Süd-Lastflüsse, u.s.w, u.s.f.

Fazit:
Angela Merkel (CDU) trällert seit Jahren das Lied der "bezahlbaren Strompreise". Fakt ist, das in ihrer Regierungszeit seit Herbst 2005 allein die EEG-Umlage auf das 9fache gestiegen ist, von 0,79 Cent/kWh (2005) auf 7,26 Cent/kWh (2014), Angaben incl. MwSt. Die Klimawandellobby unter Führung des Professors aus Potsdam und die Energiewendelobby unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die Fundamente gegossen, die noch für Jahrzehnte hohe Subventionen garantieren. "Bezahlbare Strompreise" sind Vergangenheit.