Sonntag, 29. September 2013

Energiewende - Das jüngste Opfer der Merkelschen Staatswirtschaft.

Die Merkelsche Staatswirtschaft fordert weitere Opfer. Auch die jüngste Meldung stammt nicht von einem der allseits verdammten "4 Energieriesen", sondern von einem der vielen kleinen Strom­versorger, die in der letzten Wahlperiode von der CDU/CSU/FDP-Staatswirtschaft in finanzielle Probleme getrieben worden sind.
PS.:  Von den 4 sogenannten "Energieriesen" sind 2 staatlich: Vattenfall gehört dem schwedischen Staat und EnBW dem Bundesland Baden-Württemberg und dortigen Kommunen. Einige Politiker haben das noch immer nicht begriffen.
Enervie-Pressemeldung: Enervie meldet Kraftwerkspark zur Stillegung bei Bundesnetzagentur - "Inselnetz": Versorgungssicherheit in Südwestfalen massiv gefährdet.

Auszug aus der Enervie-Unternehmensmeldung vom 27.09.2013, 4 Tage nach der Bundestagswahl 2013:
"Kraftwerke aufgrund Fehlsteuerung der Energiemärkte unwirtschaftlich.

Forderung an Politik: Neues Energiemarktdesign dringend notwendig.

Die ENERVIE – Südwestfalen Energie und Wasser AG hat bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) ihren kompletten konventionellen Kraft­werkspark mit rund 1.300 Megawatt Gesamt­leistung zur Stilllegung angemeldet. Grund hierfür ist die derzeitige massive Fehl­steuerung der Energiemärkte, die einen wirtschaftlichen Betrieb konventio­neller Steinkohle- und Gaskraftwerke nicht zulässt. Das birgt erhebliche Risiken: Aufgrund der Insellage des Stromnetzes in Südwestfalen werden die Kraftwerke zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit dringend benötigt. [...]."
Die Ursachen der Fehlsteuerung sind seit langem bekannt. Sie sind im Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) zu finden, das von der rot-grünen Schröder-Fischer-Trittin-Regierung im Jahr 2000 in Kraft gesetzt wurde und das von den 2 Merkel-Regierungen seit 2005 substantiell praktisch unverändert fortgeführt worden ist.

Die Schuld für die Situation 2013 trägt damit eindeutig Bundeskanzlerin Angela Merkel, die nach Art. 65 Grundgesetz (GG) die Richtlinien der Politik bestimmt, an die sich ihre Minister zu halten haben.

Die ausnahmslos bevorrechtigte und übersubventionierte Einspeisung der "erneuerbaren Elektrizität" ruiniert zwangsläufig Unternehmen, deren Produkte nur noch dann auf dem Markt abgesetzt werden dürfen, wenn die wetter- und tageszeitabhängigen "Erneuerbaren" nicht produzieren können. Bei verbleibenden Jahres­nutzungen von nur noch ein paar hundert Stunden rutscht jede Fabrik, jedes Kraftwerk, jedes Unter­nehmen unweigerlich in die Pleite.

Angela Merkels (CDU) nach DDR-Maßstäben agierende Regierung war dennoch inaktiv und nimmt Pleiten mittelständischer Unternehmen in Kauf, um mit irrwitzigen Methoden den Globus im weltweiten Alleingang vor einem geweissagten Glaskugel-Klima­kollaps retten zu wollen, der für die Klimawandelindustrie und für die Politik nur Mittel zum Zweck ist, Einschüchterung der Bevölkerung, Machtausübung und Geldbeschaffung - mit den religiösen Methoden der Angst zu Dingen, die irgendwann im zeitlichen Jenseits geschehen sollen. Zur Jetztzeit können für Klimasünden dagegen Ablässe gekauft werden: Z. B. bei atmosfair für Flugreisen, wenn Politiker ferne Nationen am deutschen Klimawesen genesen lassen wollen.

Wer ist Enervie?
Die Enervie-Gruppe ist ein regionaler Versorger, der zu ca. 19% dem RWE und zu ca. 81% verschiedenen Kommunen in Nordrhein-West­falen gehört, darunter die Städte Hagen (ca. 43%) und Lüdenscheid (ca. 24%).

Was passiert im Enervie-Versorgungsgebiet?
Enervie betreibt in einem regionalen Netz eigene Kraftwerke mit ca. 1.300 MW. Das regionale Netz hat zum über­geordneten Verbund­netz Netzverbindungen, die wegen eigener Kraftwerke nicht für die Gesamt­last des regionalen Netzes bemessen sind. Wenn Enervie, wie bei der Bundes­netzagentur beantragt, alle Kraft­werke abschaltet, kommt es unvermeidbar zu Überlast­abschaltungen der Hochspannungs­verbindungen und damit zum Black-out dieses Quasi-Inselnetzes.

Black-outs können nur verhindert werden, wenn Enervie weiterhin Kraftwerke innerhalb des Netzes betreibt. Da mögliche Betriebsstunden und Stromerlöse zu niedrig sind, würde jede weitere Betriebsstunde den Unternehmensverlust vergrößern. Stillgelegt kommen jedoch Black-outs.

Wie reagiert die Bundesregierung?
Diese selbstverursachte Zwickmühle haben sogar die CDU- und FDP-Super­strategen im Bundes­wirtschafts- und Bundes­umweltministerium begreifen müssen und haben, einfältig wie Politiker handeln, nicht die ursächliche EEG-Wurzel ausgerottet, sondern einen weiteren kosten­trächtigen Zaun um das wuchernde EEG-Gewächs errichtet.

Alle Kraftwerksstillegungen müssen von der Bundesnetzagentur genehmigt werden. Sollte gemeinsam mit dem zuständigen Netz­betreiber eine System­relevanz ermittelt werden, dann müssen der Netz­betreiber und der Kraftwerks­betreiber einen Vertrag abschließen, den die Bundes­netzagentur genehmigen muss, und nach dem der Kraftwerks­betreiber gegen Vergütung verpflichtet wird, sein Kraftwerk zur Vermei­dung bedrohlicher Netz­situationen verfüg­bar zu halten.

Kosten werden an die Stromkunden über die Netzentgelte "durchgewälzt".

Fazit
Die Merkelregierungen 2005-2009 (CDU/CSU/SPD) und 2009-2013 (CDU/CSU/FDP) haben es geschafft, aus einem bürokratie­armen, markt­konformen und preis­werten Elektrizitäts­markt ein regulatorisches Monstrum zu machen, dessen Produkte den Kunden zu Höchst­preisen untergejubelt werden - unter dem weltweit einmaligen Vor­wand, nur so könne man den Globus vor Hitzetod retten.

Und die Bevölkerung bedankt sich mit fast 42% der abgegebenen Stimmen bei CDU und CSU, den Veranstaltern dieses Horror­stückes der Klimawandel­religion.

Deutschland braucht mehr Demokratie.