Dienstag, 2. Juli 2013

Schuldenkrise und der Freund des Diebes.

Die Bundesregierung verachte die bösen Buben und Mädchen der kriminellen Finanzindustrie, die sie über alle Tische gezogen haben (Ministerin von der Leyen spontan #GenderAufschrei: "Nur Buben waren es. Mädchen tun so etwas nicht.") und die sich triumphierend über die Dummheit der deutschen Politiker lustig machen.

Die bösen Buben und Mädchen reagierten sofort mit unterwürfigsten Entschuldigungen. Es müsse sich um größte Missverständnisse handeln. Die Nationalhymne habe man voller Ehrfurcht gesungen. Wenn man die germanische Interpretation nicht genau getroffen habe, dann müsse das an einer verdorbenen Lieferung of Irish Whiskey gelegen haben. Nichts läge ihnen ferner, als ihre wichtigsten Geldgeber zu verärgern. Schließlich bräuchte man sie noch. Die nächsten netten milliarden­schweren Finanz­coups befänden sich gerade im Release Candidate Roll out. Da würde jede kleinste Miss­stimmung doch nur stören.

Ein Politiker verhält sich leider nicht nur dumm. Er verhält sich stroh­dumm. Er verhält sich stroh­dumm, weil er glaubt, den Dieb besänftigen zu können, indem er ihn mit Gold vollstopft (ESM - "Märkte beruhigen" und "Vertrauen wieder herstellen"). Jeder halbwegs gut ausgebildete Dieb sieht, welches Weichei ihn stopft und schleppt schleunigst die nächsten Säcke herbei. Ein Politiker stopft jedoch nicht eigenes Gold in die Säcke. Er greift ohne Erlaubnis einfach so in die niemals leeren Taschen des Volkes. Insofern ist der Politiker ein guter Freund des Diebes. Mit dessen Lob online ertappt zu werden, amüsiert allerdings die Wenigsten.


PS 1.: Griechenland versucht das Diebesspiel schon wieder. Als Belohnung winke das Großkreuz des Erlösers, wie für Jean-Claude aus Luxembourg? Hoppla! Da wird die Politikerin Griechenland doch wohl nicht im Regen stehen lassen wollen.