Mittwoch, 31. Juli 2013

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellt bereit.

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellt bereit und hilft, heißt es großzügig in den HMUELV-Pressemeldungen zu den Millionen, die Steuersklaven zu Umverteilungszwecken in die Ministeriumskassen zu schaufeln haben.

Was macht HMUELV mit den Millionen? Dazu 4 Meldungen der Ministeriums-Pressestelle von 3 aufeinanderfolgenden Tagen:
26.07.2013: "Der Magistrat der Gemeinde Ringgau erhält eine Hilfe in Höhe von 2,169 Millionen Euro aus dem Landesausgleichsstock".
Wofür die 2,2 Mio. Euro? Weil die Gemeinde Ringgau "konsolidierungsbedürftig" sei. In der Sprache des Volkes: Die Gemeinde hat sich pleite gewirtschaftet und wird dafür mit einem netten Scheck aus den Händen aller Hessen belohnt. Welcher Hesse würde jetzt noch über Griechen und Zyprioten herziehen wollen? Förderbescheid-Überreicher Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister (CDU): „Die Landesregierung steht zu ihren finanziellen Verpflichtungen für konsolidierungsbedürftige Kommunen“. Das Geld sei "zweckgebunden für die Ablösung von Investitions- und Kassenkrediten" zu verwenden. PS.: Tatsächlich dürfte das Geld futsch sein. Seit wann lassen sich Politiker an Zwecke binden?

Samstag, 27. Juli 2013

So ist es recht: Mindestpreise für Solarzellen - Niedrigstlöhne für Arbeitnehmer.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Die EU hat sich mit China auf Mindestpreise für Solarzellen geeinigt.

Bravo, wird die Bundesregierung unter dem Jubel der FDP-Granden klatschen. Besser Mindestpreise für Solarzellen als Mindestlöhne für Arbeitnehmer. Mindestlöhne würden Deutschland ruinieren, was man von Solarzellen noch nie gehört habe.

Stimmt das?

Lesen Sie nach: Blogbeiträge zur Photovoltaik.

Am 26.07.2013 verkündete EU-Kommissar De Gucht: “Wir haben eine einvernehmliche Lösung im Solarpaneel-Fall zwischen der EU und China gefunden, die zu einem neuen Marktgleichgewicht und nachhaltigen Preisen führen wird”

Mit nachhaltigen Preisen meint der Herr Kommissar staatlich bestimmte Preise, die immer zum Nachteil des Wettbewerbes und zum Nachteil der Kunden sind. Profiteure sind die protektionierten Hersteller und der protektionierte Handel.

"Nachhaltige Preise"? Kommissar Karel De Gucht, Jurist, soll damit niedlich klingende 57 Cent pro Watt meinen, die seine Presseerklärung leider verschweigt.

Die niedlichen 57 Ct/W brummen als 57.000 Ct pro Kilowatt = 570 €/kW schon weniger niedlich. Zu diesem Preis gibt es komplette Gasturbinen-Kraftwerke, die ohne Subventionen, ohne absoluten Einspeisevorrang, ohne 20 Jahre lang garantierte Einspeisevergütungen nicht nur bei Helligkeit sondern rund um die Uhr zuverlässig Elektrizität erzeugen können und die ohne Reservekraftwerke in dunkleren Zeiten auskommen.

Dienstag, 23. Juli 2013

Straßenbau in Paragraphenland.

Vor Menschengedenken, lange vor Beginn der CO2-Aufzeichnungen, entstand zu Celle am Heide­rand der verwegene Gedanke, die Stadt von querenden Kutschen, Ochsen­karren und Vieh­treibern zu befreien. Unentwegte machten Pläne für Acker­wege um die Stadt herum. Andere wiederum vom Seehofe und aus der Ramsaue wollten Wege­zoll nur für Fremde und keine Ackerwege. Noch andere wollten überhaupt nichts. Die Vierten waren sowieso immer dafür, dagegen zu sein. Und so stritt und starb man über Jahrhunderte im Heide­land, wo es mal wärmer und mal kälter war. Die Celler mehrten sich dennoch reichlich und überall war es ebenso. Aus Kutschen wurden Cabriolets, aus Ochsen­karren wurden SUV und Giga­liner. Benzinerne Pferde und dieselnde Ochsen sperrte man in Blechdosen auf Rollen, wo sie aus Schläuchen getränkt und gefüttert wurden. Die Pläne wären längst vergessen. Der Verkehr nahm zu, der Lärm ebenfalls.

Vor 13 Jahren jedoch wurde es ernst. Celle wollte nicht mehr schlechter als Wypwolante-City weit hinter dem Kongo sein und wollte auch endlich eine Umgehungsstraße haben, allein, um die Hauptstadt-Hannoveraner von der Stadt fern halten zu können.

Montag, 22. Juli 2013

Schuldenkrise - 100.000 € bedingter Sparerschutz und 319 Seiten Vollmachten für die Europäische Exekutiv Autokratie.

Wissen Sie noch, wie sich im Oktober 2008 zu Beginn der öffentlich werdenden Schuldenkrise Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hinstellte und ohne jegliche rechtliche Basis behauptete "Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein." ? Ihr damaliger Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) nickte dazu.

Inzwischen sind fast 5 Jahre vergangen, viele hundert Milliarden Euro sind hinfort und kommen nie wieder (Finanzministerhymne:"Euro kommt nie wieder, nie wieder nach Haus, ..".)irische Banker lachten sich Äste über die Spendierfreude naivdummer deutscher Politiker, Zypern und Griechenland erbetteln immer noch Milliarden und der Rat der Europäischen Union war auch nicht faul.

Die Finanzminister beschlossen in ihrem ECOFIN-Rat am 27. Juni 2013, eine Europäische Direktive verabschieden zu lassen, mit der die Politik bei Bankenkrisen mit flinken Fingern die Konten der Bankengläubiger plündern kann.

Der Entwurf der Direktive hat 319 Seiten (i. W. dreihundertundneunzehn) und wird garantiert von weniger als 1/319 der Abgeordneten des Europäischen Parlamentes verstanden werden. Brav, wie sie sind, werden sie dennoch nach Anstandsprotesten zustimmen, weil sie ansonsten Gefahr laufen, nicht wieder Kandidaten werden zu dürfen.

Samstag, 20. Juli 2013

Asyl für 400.000 Windmühlen - Umweltbundesamt gibt Windmühlen­migrations-Potential bekannt.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat mit der Studie "Potenzial der Windenergie an Land", Juni 2013, ermitteln lassen, wie vielen Windmühlen Deut­schland Asyl bieten kann.

Das Ergebnis
ist beeindruckend. Deutschland hat Platz für fast 400.000 Windmühlen à 3,2 MW bis 3,4 MW mit Gesamthöhen bis zu 197 m und Rotordurchmessern bis zu 114 m.

Windmühlen-Migrationsdichte: 1 Windmühle pro km² der Bundes­republik Deutschland.

Es könnten 1,2 Millionen MW installiert werden, die jährlich 2.900 Mrd. kWh Elektrizität liefern könnten.

Zum Vergleich mit der DE-Vor-Ökostromepoche: Vor 15 Jahren betrug die installierte Kraft­werks­leistung etwas über 100.000 MW, die für die Höchst­last von 85.000 MW und für den Gesamt­jahresverbrauch von 600 Mrd. kWh ausreichten.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Ökostromprotektionismus - Mit unterlassenen Informationen manipulieren.
Update: 19. Juli 2013

Die FAZ titelt am 16.07.2013 "Schalten die Versorger viele Kohlekraftwerke ab?" und kommt zu der Vermutung (Zitat FAZ): "Zu schaffen mache den Konzernen, dass ihre Kraftwerke wegen des andauernden Ökostrom-Booms immer seltener am Netz seien. Das wachsende Stromangebot lasse den Börsenpreis so stark fallen, dass sich ihr Betrieb nicht mehr lohne."

FAZ suggeriert mit "Ökostrom-Boom"
einen wettbewerblichen Erfolg der Ökostrom-Produkte gegenüber Stromprodukten aus kon­ventio­nellen Kraftwerken.

FAZ unterschlägt den tatsächlichen Grund
Ökostromprodukte werden staatlich protektioniert und hochsubventioniert mit absolutem Vor­rang in den Markt gepresst.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Die Allerhöchste Partei im freien Staate Bayern.

Gewaltenteilung in Bayern? Legislative + Exekutive + unabhängige Judikative? In Bayern regiert die CSU legislativ und exekutiv als Allerhöchste Partei. Das muss reichen. Wozu braucht's dann noch unabhängige Richter?

Montag, 15. Juli 2013

Mantis religiosa und Homo sapiens religiosa oder Frau Merkels göttliches Bekenntnis.

Vor, während oder auch nach der Paarung fressen Mantis religiosae -Gottesanbeterinnen- Begatter auf. Nicht immer, aber immerhin. Einmal reicht schließlich jedem Begatter. Forscher berichteten neu­lich über ähnliche Fälle in politischen Bio­topen des Homo sapiens religiosus und der Homo sapiens religiosa, Link: Video einer Angela-Merkel-Eigenwerbeveranstaltung.  Auch dort soll es so etwas wie Mantis-religiosa-Verhalten geben. Die Vertilgung von Be­gat­­­tern vor, während oder auch hinter­her konnte aller­dings noch nicht bestätigt werden, wobei die Ur­sachen noch un­klar sind. Momentan werden mono­chrome zylinder­förmige Ver­kleidungstechniken als top-secret Abwehrsystem vermutet, die potentielle Begatter sichtbar abschrecken. Die ge­nauen Ursachen müs­sen noch erforscht werden. Für Über­weisun­gen der Forschungs-€€€.€€€.€€€ erbetet das Institut in Gründung für Gottes­anbeterinnen­folgen­forschung schon mal vor­sorg­lich himm­lische Hilfe. In mehreren Fäl­len einer ober­schich­tigen Homo sapiens religiosa wurden nämlich schwere virtuelle Verbiss­wunden an zu nahe gekom­menen überwiegend männ­lichen überaus nase­weisen Homo nicht so sapiens bemerkt, die dann ad-hoc in entfernte Nischen haben flüchten müssen, wo sie noch immer Wunden lecken. Warten wir ab, was weitere Forschungen nach der Bundestagswahl ergeben werden.

Energiewende - Marktdesigners Subventionswirtschaft.

Nachdem die letzten 4 Bundesregierungen, davon 2 unter Führung von CDU/CSU, den Parteien der Sozialen Markt­wirt­schaft in der Nach­kriegszeit, die Energie­wirt­schaft in staatliche Plan­wirtschaft transformiert haben, sind DDR-Verhält­nisse nicht mehr fern. Philipp Rösler (FDP), Bundes­wirt­schafts­minister und Vize­kanzler träumt deshalb vom neuen Markt­design, das er sich ausdenken werde, um die gegängelte Energie­wirt­schaft schnell und effizient (A++) komplett zu ruinieren. Das müsse auch bald geschehen. Schließlich wolle er mit 45 aufhören.

Die System­kosten explodieren, die Elektrizitätspreise haben sich seit 2000 verdoppelt, der staat­lich veranlasste Anteil liegt über 50%. Die Zwangs­abgabe EEG-Umlage zur lukrativen Versor­gung von Windmüllern, Bioenergetikern und Solar­zellen­besitzern beläuft sich inzwischen auf 6,28 Ct/kWh (alle Beträge incl. MwSt.) und wird im nächsten Jahr auf über 7 Ct/kWh steigen.

Zur Entlastung und Befreiung darbender Großverbraucher erfand die Bundesregierung daher den § 19 der "Verord­nung über die Entgelte für den Zugang zu Elek­trizitäts­versorgungs­netzen (Strom­netz­entgelt­verordnung - StromNEV)" und den Abschnitt "Besondere Ausgleichs­regelung für strom­inten­sive Unternehmen und Schienenbahnen" mit den §§ 40-44 des EEG-Gesetzes".

Kurzfassung: Wer viel verbraucht, braucht nichts zu bezahlen. Die entfallenen Ein­­nahmen plus Bürokratie­kosten bei steigenden Netz- und EEG-Kosten übernimmt dann gerne per Order de Mufti der Haushaltskunde.

Merkels energetische Planwirtschaft treibt nicht nur Stromversorger in den Ruin und vergrämt Industriebetriebe, deren Stromkosten in benachbarten Ländern viel niedriger sind, sondern verärgert auch EU-Autokraten, die Staatswirtschaft stört, wenn sie sie nicht selbst erfunden haben.

Deutschland drohe daher ein Vertragsverletzungs­verfahren wegen unerlaubter EEG- und Netz-Beihilfen, was ausgebuffte Marktdesigner völlig kalt lässt. Subventionen à la Bundes­regierung können per se keine unerlaubten Bei­hilfen sein, da müsse sich Brüssel grundlegend irren. Außerdem wolle man Gesetze und Verordnungen unmittelbar nach der Bundestagswahl sowieso viel staatlicher und subventions­undurch­sichtiger machen. Auf Markt­designer Rösler werde man sich verlassen können.

Sonntag, 14. Juli 2013

Klassenrecht für PKW und Weltdrangsalierungserbe.

Von der ahnungslosen Öffentlichkeit unbemerkt und von ihr schmählichst ignoriert, gibt es schon seit 2004 die "Pkw-EnVKV", die Verordnung über Verbraucher­informationen zu Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen (Pkw-Energie­verbrauchs­kenn­zeichnungs­verordnung - Pkw-EnVKV).

Innovativste und Deutschland weltweit voran bringende Gesetze und Verord­nungen erbrüten die Berliner Gesetzes­erfinder stündlich. Da ist nichts Neues. Das ist Reichstags­alltag und dient dem Zwecke, Bevölkerung und Wirtschaft zu drang­salieren. In diesem Punkte sind Berliner Regie­rungs­mannschaft und Bundes­parlament mit ***** führend im gesamten Universum. Welt­organi­sationen planen jetzt, sie an erster Stelle in das neue Welt­drangsalierungs­erbe aufzunehmen.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Juchhu! Champagner für alle. Die Bundesregierung hat die Renten erhöht.

Seit dem 17. April 2013 freut sich das Bundeskabinett aus CDU, CSU und FDP mit den Rentnerinnen und Rentnern über eine weitere Rentenkürzung.

Seit nunmehr 11 Tagen schwelgen die Rentnerinnen und Rentner im regierungs­amtlich verord­neten Reichtum. Um sie darin nicht kirre werden zu lassen, wurde schon zum 01. Januar 2013 fürsorglich die EEG-Umlage um 2 Ct/kWh auf 6,27 Ct/kWh incl. MwSt. zur Unter­stützung not­leidender Wind­müller und Photo­voltaiker erhöht. Bei rentner­mäßig klima­schützen­den nur 1.000 kWh jähr­lich schrumpft die monat­liche Super­erhöhung eines 1.000-€-Renten­ange­passten der West­zonen in Höhe von 2,23 € nach Sozial­abgaben und vor Steuern auf über­­schau­bare 56 Cent, womit nach re­gierungs­­amt­lichen Studien praktisch alle Ge­fahren kirre wer­dender Rent­nerinnen und Rent­ner infolge pekuniären Wahn­­sinns ausge­schlossen werden können. Zur Vermeidung jeglichen Rest­risikos konnte die Inflation 6x höher als die Renten­­erhöhung gehalten werden. Damit werden 2 Regierungs­ziele auch in diesem Jahr wieder sicher erreicht:
  1. Rentnerinnen und Rentner werden vor der unheilbaren pekuniären Kirre geschützt und
  2. die schleichende Enteignung wird beschleunigt.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Klima rettende Schatten.

Lärm und Schatten in die Schlafzimmer! Nur Schlafmützen sind noch dagegen! Opfer sind zu opfern! Die Rettung des Klimas muss gelingen! Wer sollte das nicht wollen wollen?

Zwei Videos zu Schattenschlag und Lärm von Windkraftanlagen in der Nähe von Wohnbe­bauungen.

Dienstag, 9. Juli 2013

Energiewende - Bundesumweltministerium bejubelt den Rückgang der solaren Neuverschuldung.

Mit der Pressemitteilung Nr. 103/13 vom 08.07.2013 "Reform der PV-Förderung erweist sich als großer Erfolg" bejubelt das Bundesumweltministerium (BUM) sich und seine solaren Mißerfolge.

Das BUM ist in Linie mit der Bundesregierung. Dr. Schäuble und die Bundesregierung bejubeln sich, wenn Neuverschuldungen des Bundes­haushaltes etwas geringer ausfallen. Herr Altmaier und das BUM bejubeln sich, wenn Neuverschuldungen für die photovoltaische Pflasterung Deutschlands etwas sinken. Beiden Fällen ist gemeinsam: Die Belastungen wachsen dennoch.

Nach den Staatsplanungen sollen noch weitere 18.000 MW neuer photovoltaischer Anlagen (PV-Anlagen) bis zum Erreichen des Staatszieles 52.000 MW sub­ventioniert werden. Basierend auf den derzeit installierten 34.000 MW ist das ein Zubau von mehr als 50%, der bis 2018 weiter laufen wird.

Selbst wenn die Fördersätze sinken, steigt die Summe der Belastungen an, da die zum Zeitpunkt der Inbetrieb­nahme gültigen Einspeise­ver­gütungen für 20 Jahre garantiert sind. Das solare Umver­teilungs­spektakel zur Rettung des Globus wird erst 2038 zu Grabe getragen werden können.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Energiewende - Das staatliche Protektorat Erneuerbare-Energie-Anlagen und die ruinierende Wirkung des EEG-Gesetzes.

Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuer­bare-Energien-Gesetz - EEG) ist kennzeichnend für die konfuse Energiepolitik der Bundes­regierungen seit der Schröder-Fischer-Ära ab 1998. Hoffnungen, die Regierungen unter Führung der CDU ab 2005 würden den Wild­wuchs beseitigen, mussten begra­ben werden. Im Gegenteil. Selbst mit der angeblich wirtschafts­kompe­tenten FDP ab 2009 wurden die Regelungen immer kompli­zierter, die Sub­ventionen immer teurer. Seit den weltweit ein­maligen Energie­wende­beschlüs­sen der Merkel-Koalition CDU/CSU/FDP im ersten Halb­jahr 2011 wurden die EEG-Sub­ventionen ohne signifikante Verbes­serungen fort­geführt. Das Dilemma hat viele Kompo­nenten, deren Wirkungen sich kosten­treibend und ruinierend über­lagern. Eine Kompo­nente steht im Titel des Gesetzes: „Vorrang Erneuer­barer Energien“.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Energiewende - Wo Subventionen bauen, folgen gestrandete Investitionen. Stadtwerke München stranden unter spanischer Sonne.

Auf ihrer Internetseite feiern die Stadtwerke München SWM und Partner ihr spanisches Solarkraftwerk.

Bei der Andasol-3-Einweihung am 30.09.2011 trommeln die SWM:
"Die SWM haben mit dem Kraftwerk einen weiteren wichtigen Baustein ihrer Ausbau­offensive Erneuerbare Energien realisiert. Mit dieser wollen wir bis 2025 soviel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, dass wir damit den Bedarf ganz Münchens – das sind 7,5 Milliarden Kilowattstunden – decken könnten. München wird damit weltweit die erste Millionenstadt der Welt sein, die dieses Ziel erreicht. Mit der Verzehnfachung unserer bereits realisierten und geplanten Pro­duk­tions­kapa­zitäten haben wir auf diesem Wege inzwischen beachtliche Erfolge zu verzeichnen.“
Im Geschäftsbericht 2012 der Stadtwerke München (vgl. Auszüge) folgt die Ernüchterung:
Seite 48: "In Spanien wurde eine Reihe von Gesetzen verabschiedet, die die Erzeugung erneuerbarer Energien treffen. Vor allem zwei Gesetze haben direkte Auswirkungen auf die Ergebnisse solarthermischer Kraftwerke: Das Gesetz 15/2012 (veröffentlicht am 28. Dezember 2012, in Kraft ab 1. Januar 2013) beinhaltet eine neue Steuer [...], die Abschaffung der Förderung [...] sowie weitere Belastungen.

Dienstag, 2. Juli 2013

Schuldenkrise und der Freund des Diebes.

Die Bundesregierung verachte die bösen Buben und Mädchen der kriminellen Finanzindustrie, die sie über alle Tische gezogen haben (Ministerin von der Leyen spontan #GenderAufschrei: "Nur Buben waren es. Mädchen tun so etwas nicht.") und die sich triumphierend über die Dummheit der deutschen Politiker lustig machen.

Die bösen Buben und Mädchen reagierten sofort mit unterwürfigsten Entschuldigungen. Es müsse sich um größte Missverständnisse handeln. Die Nationalhymne habe man voller Ehrfurcht gesungen. Wenn man die germanische Interpretation nicht genau getroffen habe, dann müsse das an einer verdorbenen Lieferung of Irish Whiskey gelegen haben. Nichts läge ihnen ferner, als ihre wichtigsten Geldgeber zu verärgern. Schließlich bräuchte man sie noch. Die nächsten netten milliarden­schweren Finanz­coups befänden sich gerade im Release Candidate Roll out. Da würde jede kleinste Miss­stimmung doch nur stören.

Ein Politiker verhält sich leider nicht nur dumm. Er verhält sich stroh­dumm. Er verhält sich stroh­dumm, weil er glaubt, den Dieb besänftigen zu können, indem er ihn mit Gold vollstopft (ESM - "Märkte beruhigen" und "Vertrauen wieder herstellen"). Jeder halbwegs gut ausgebildete Dieb sieht, welches Weichei ihn stopft und schleppt schleunigst die nächsten Säcke herbei. Ein Politiker stopft jedoch nicht eigenes Gold in die Säcke. Er greift ohne Erlaubnis einfach so in die niemals leeren Taschen des Volkes. Insofern ist der Politiker ein guter Freund des Diebes. Mit dessen Lob online ertappt zu werden, amüsiert allerdings die Wenigsten.


PS 1.: Griechenland versucht das Diebesspiel schon wieder. Als Belohnung winke das Großkreuz des Erlösers, wie für Jean-Claude aus Luxembourg? Hoppla! Da wird die Politikerin Griechenland doch wohl nicht im Regen stehen lassen wollen.

Montag, 1. Juli 2013

Energiewende - Aus dem Leben der CO2-freien Paragraphenrepublik Deutschland.

A. Die Bundesnetzagentur berichtet:
"Mit Stand 27.03.2013 umfasst die Kraftwerksliste der Bundes­netz­agentur Erzeugungs­anlagen mit einer Netto-Nenn­leistung von insgesamt 175,3 GW (ohne endgültig still­gelegte Anlagen). Hiervon ent­fallen 75,5 GW auf erneuer­bare Energie­träger. Insgesamt 71,5 GW sind nach EEG vergütungs­fähig."
Einige Zahlen, vgl. auch BDEW:
  1. Zubau an Erzeugungsleistungen innerhalb eines Jahres: > 10.000 MW, davon rd. 8.000 MW hoch­subventionierte Solar­anlagen, die nur mit weniger als 15% Volllast­aus­nutzung produzieren können.
  2. Jahreshöchstlast in Deutschland: Zwischen 80.000 und 85.000 MW.
  3. Installierte Netto-Erzeugung in DE 2013: 175.300 MW, davon subventionierte 71.500 MW Erneuer­bare-Energie-An­lagen (EE-Anlagen), die lediglich 23% der Gesamt­produk­tion schaffen, siehe Punkt 5.
  4. EEG-Subventionen der EE-Anlagen in 2013: 20 Milliarden Euro, weiter steigend.
  5. Stromerzeugung in DE pro Jahr: rd. 600 Mrd. kWh, davon EE-Anlagen rd. 135 Mrd. kWh.
  6. Durchschnittliche Erzeugungskosten der "Alten Erzeugung" incl. nukl. Ent­sorgung, Speicherung und Ver­marktungs­kosten: < 6 Cent/kWh.
  7. Summe Erzeugungskosten "Alte Erzeugung": < 36 Mrd. Euro/a.
  8. Jährliche Zusatzkosten "klimawandelgerechte Erzeugung": 20 Mrd. Euro EEG-Umlage + Offshore-Umlage + KWK-Umlage + Netzausbau Onshore und Offshore + negative Exportpreise bei Überangebot + Kosten "Reservekraftwerksregime" + Kosten Power-to-Gas + Regie- und Verwal­tungs­kosten wegen staat­licher Regulierungen und Berichts­pflichten + Kosten gestran­deter Projekte (Beispiel: Neues Statkraft GuD-Kraftwerk Knapsack II).
  9. Summe CO2-Emissionen weltweit, natürlich und zivilisatorisch, geschätzt: 600 - 1.000 Mrd. Tonnen/Jahr.
  10. Summe CO2-Emissionen DE, zivilisatorisch: 0,8 Mrd Tonnen/Jahr.
  11. Relation CO2-Emissionen DE zivilisatorisch/Summe weltweit: 0,1%.
  12. 0,1% ist Genauigkeitsrauschen im Zahlendschungel.
  13. CO2-Emissionsminderung durch EE-Anlagen: EE-Anlagen kompensieren 60 Mrd. kWh gesetzlich still­gelegte Strom­erzeugung aus Uran (CO2-frei) und 75 Mrd. kWh Strom aus Erdgas und Kohle. Mittlere Emissions­minderung: 0,75 kg CO2/kWh ⇒ Einsparung rd. 55 Mio. Tonnen CO2.
  14. Relation CO2-Emissionsminderung EE-Anlagen DE/Summe weltweit: < 0,01%.
  15. Jährliche Kosten für Nichts: >> 20 Mrd. Euro.
  16. Subventions-Kosten Emissionsminderung mit EE-Anlagen: 360 Euro pro Tonne CO2.
  17. Kosten CO2-Emissions­rechte (01.07.2013): < 5 Euro pro Tonne CO2.
Alles klar?

Wer hat die wirtschaftlich-ökologischen Top Flops beschlossen? Die Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und das Bundes­parlament mit missionarischer Unter­stützung von CDU, CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke.

B. Auszug aus: "Bericht zum Zustand der leitungsgebundenen Energieversorgung im Winter 2012/13 vom 20. Juni 2013" der Bundesnetzagentur: 
Kapitel 9.2. Erwarteter Zu- und Rückbau von Erzeugungskapazitäten (S. 33-35)
"Die in 2013 außer Betrieb gehende Kraftwerkskapazität süd­lich von Frank­furt am Main er­gibt sich nahezu voll­­ständig aus der Still­legung des Kraft­werks Stau­dinger I, das bei einer Leistung von etwa 250 MW auf Grund einer Ver­fügung des Regierungs­präsi­diums Darm­stadt in 2013 aus immis­sions­­schutz­­recht­­lichen Gründen endgültig still­gelegt werden soll. Das Regierungs­präsidium Darmstadt hält die Still­legung für un­um­­gäng­lich und lehnt weitere Gespräche mit der Bundes­netzagentur als „nicht ziel­führend“ ab.
Diese Stilllegung ist aus Sicht der System­sicherheit nicht vertret­bar. Sie gefährdet die Ver­sorgungs­­sicher­heit in der Rhein-Main Region und bundes­weit, da in der Folge des Atom­moratoriums in Süd­deutsch­land alle ver­blei­benden kon­­ventio­­nel­len Kraft­werke in der Region dringend benötigt werden [...]. Dem Kraft­werk Stau­dinger I kommt eine beson­­dere Bedeutung zu, da es an zentraler Stelle im Über­tragungs­netz liegt. Eine end­­gül­tige Still­legung des Kraft­werks könnte insbesondere zu einer Gefährdung der Spannungs­haltung in der Rhein-Main-Region führen. [...]. Mit dem Abschalten von Staudinger I wurden den Übertragungs­netz­betreibern 250 MW Erzeugungs­leistung in der Rhein-Main-Region zur Beherrschung ange­spannter System­zustände ent­zogen."
Das Regierungspräsidium Darmstadt im Ebbelwoi-Ländle, vertreten durch den Herrn Regierungs­präsi­denten Johan­nes Baron, lehne weitere Gespräche mit der Bundes­netz­agentur als "nicht ziel­führend" ab.

So ist's recht, Herr Baron. Es lebe die Paragraphenrepublik Deutschland.