Mittwoch, 1. Mai 2013

Energiewende - 4.000 MW neue Photovoltaikanlagen wollen subventioniert werden.

Gestern meldete die Bundesnetzagentur, dass auch im März 2013 der Zubau photovoltaischer Anlagen mit 290 MW auf  hohem Niveau fortgesetzt worden sei.

Im März 2013 wurden 11.500 Anlagen zwischen 0,2 kW und 9,8 MW angemeldet, mit 5.050 neuen Anlagen fast die Hälfte davon in den beiden sonnenreicheren Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern.

2013 werden 4.000 MW neue Photovoltaikanlagen zu erwarten sein. Die installierte photovoltaische Leistung wird zum Jahresende 36.000 MW überschreiten.

Der Jahresnutzungsgrad photovoltaischer Anlagen beträgt ca. 10%. 4.000 MW liefern rd. 3,5 Mrd. kWh/Jahr.

Zum Vergleich - Vergütungssätze 2013, mit nur 15 Cent/kWh zu Gunsten der Photovoltaik gewählt
a. Produktion 3,5 Mrd. kWh/a
b. Installierte Leistung 4.000 MW = Solar-Zubau 2013
  • Entweder: 140.000 Photovoltaik-Anlagen: 3,5 Mrd. kWh/a für 0,5 Mrd. Euro/a.
  • Oder: 4 Grundlastkraftwerke: 32 Mrd. kWh/a für 1,6 Mrd. Euro/a.
c. Produktion 32 Mrd. kWh/a
  • Entweder: 1,3 Millionen Photovoltaik-Anlagen für 4,8 Mrd. Euro/a mit helligkeitsabhängiger Produktion, 
  • Oder: 4 Grundlastkraftwerke, die für 1,6 Mrd. Euro/a mit hoher Versor­gungs­sicher­heit rund um die Uhr pro­duzieren können.

Die Vergütungssätze sind leistungsabhängig gestaffelt. Für die bis 2033 jährlich fällige Vergütung der in 2013 neu installierten Photo­voltaik­anlagen kön­nen 15 Cent/kWh als Basis genommen werden.

Zur Ermittlung der resultierenden Belastung für die Stromkunden sind die Markt­preise gegenzu­rechnen. Photovoltaikanlagen produzieren am Liebsten bei Sonnen­schein im Som­mer zur Mit­tagszeit, wenn die Strom­nachfrage niedrig ist. In diesen Zeit­räumen exportiert Deutsch­land elektrische Energie entwe­der zu negativen Preisen, oder Solar­anlagen werden finanziell voll kompen­siert mit reduzierten Einspeise­leistungen gefahren. Zukünftig wird häufiger zu negativen Preisen exportiert werden und Solar­anlagen werden für nicht erbrachte Leistungen finan­ziell kompensiert werden. Die Subventionierung kann deshalb mit der Einspeise­vergütung gleichgesetzt werden. Die Gesamt­kosten werden zukünftig eher steigen, als sinken.

Erbschaften nennt Sigmar Gabriel (SPD) "leistungslose Einkommen" und wettert markig, dass diese asoziale Unmoral mit hohen Steuern zu bestra­fen sei. Als einer der Haupt­förderer der Erneuer­bare-Energien-Zunft schweigt er hier nicht nur, sondern zwingt auch noch seine Stamm­wähler, die risiko- und leistungslosen Erneuer­bare-Energien-Einkommen 20 Jahre lang zu finanzieren.

Wie teuer sind die neuen photovoltaischen 4.000 MW des Jahres 2013 bis zum Ende der Sub­ventio­nierung 2033?
  • 20 Jahre zugesagte Einspeisevergütung = Subventionierung: Jährlich mindestens 500 Mio. Euro.
  • Summe der Zahlungen: > 10 Mrd. Euro.
  • Barwert bei einem Kalkulationszinssatz in Höhe von 5%: > 6 Mrd. Euro.

Rechnung

Absender: Bundesregierung und Bundesparlament
Empfänger: Stromkunden, speziell SPD-Haushalte in Nordrhein-Westfalen.