Dienstag, 1. Mai 2012

Energiewende - Kosten und Subventionen für Elektrizität aus Wind und Sonne

FIKTIONEN

Deutschlands Regierungen und Parteien in Bund und Ländern und die Verbände der "Erneuerbare Energien"-Industrie feiern die Stromeinspeisungen von Windkraft- und Solaranlagen als effiziente, preiswerte und ökologische Erfolge ihres klugen Handelns. Effizient, preiswert, klug, ökologisch?


FAKTEN

In Bundesgesetzen und -verordnungen wird aufgelistet, was wie zu machen und zu tun ist, was erlaubt und was verboten ist. Die bürokratischen Horrorwerke zu "Erneuerbaren Energien" und zu Netzentgelten planwirtschaftlich regulierter Industriebereiche eines früher marktwirtschaftlichen Deutschland sind beispielsweise: Das EEG 2012, die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) und der Leitfaden zum §19 der StromNEV, 20mal länger als der §.

Die für diesen Blog-Beitrag jüngsten bundesweiten EEG-Zahlen liegen für 2010 vor (gerundete Angaben):



Windstrom 2010
Installierte Leistung am Jahresende: 27.200 MW, erzeugt: 37 Mrd kWh
Installierte Windkraftanlagen: 21.600, Mittelwert: 1,26 MW/Anlage
Volllastbenutzungsstunden/Jahr: 1.700, Arbeitsverfügbarkeit: 20 %
EEG-Vergütung: 3,3 Mrd. EUR = 8,9 Cent/kWh

Zum Vergleich für Uran: 1.400 MW/Kraftwerk, 11 Mrd. kWh/Jahr, über 8.000 Volllastbenutzungs-Std. jährlich, Arbeitsverfügbarkeit über 90%, keine Subventionierung.

Solarstrom 2010
Installierte Leistung am Jahresende: 14.000 MW, erzeugt: 11,7 Mrd kWh
Volllastbenutzungsstunden/Jahr: 1.000, Arbeitsverfügbarkeit: 11 %
EEG-Vergütung: 5,1 Mrd. EUR = 43,6 Cent/kWh

Produktionskosten (netto, ohne MwSt.) in Höhe von 8,9 Cent/kWh bzw. 43,6 Cent/kWh für Elektrizität sind nicht preiswert, sondern teuer.

Nutzungsgrade von 20% bzw. 11% sind nicht effizient, sondern sind Verschwendung von Ressourcen, sind Verschwendung von Rohstoffen, sind Landschaftszerstörung.

Anlagen mit diesen Eigenschaften sind weder wirtschaftlich noch umweltfreundlich.

Niedrige Nutzungsgrade erfordern die vielfache Installation technischer Einrichtungen. Vielfache Errichtungskosten für Wind- und Solarkraftwerke, für Speicheranlagen sowie für die Netzinfrastruktur sind aufzubringen. Dasselbe gilt für die Betriebs- und Instandhaltungskosten. Die Kosten treiben die Strompreise.

Betrachtung einer Vision nach dem "Primat der "Politik":

Um Deutschlands Jahresbedarf in Höhe von 600 Mrd. kWh mit Wind und Sonne "erneuerbar" erzeugen zu können, würden bei angenommenen Anteilen von 100 Mrd. kWh Solarstrom (nur tagsüber) und 500 Mrd. kWh Windstrom erforderlich werden:

Solarstrom:
Installierte Leistung: 110.000 MW, das 8fache von Ende 2010
EEG-Vergütung (Annahme: niedrigste Sätze von 2012): 18 Mrd. EUR = 18 Cent/kWh.

Windstrom:
Installierte Leistung: 280.000 MW, das 10fache von Ende 2010.

Das entspräche 56.000 Windmühlen à 5 MW. Bei spezifischen Kosten in Höhe von 800 EUR/kW betrügen die Errichtungskosten allein für die Windmühlen 224 Mrd. EUR, ein Klacks für Politiker, die es gewohnt sind, Milliarden zu verschwenden. Pro 7 km² Fläche der Bundesrepublik oder pro (2,6 km x 2,6 km) gäbe es eine Windmühle. In Berlin wären es 125 Stück, jede 150 Meter hoch.

EEG-Vergütung (Annahme: 0% der Sätze von 2010): 0 EUR. Der finanzielle Ausgleich für die vielfachen Errichtungs- und Betriebskosten erfolgte über höhere Strompreise, die, da alternativlos, planwirtschaftlich per Kabinettsbeschluss festgelegt werden würden.

Zum Vergleich:
Die Jahresproduktion 2010 betrug insgesamt 628 Mrd. kWh, siehe: Tabelle zur Stromerzeugung in Deutschland. Die Jahreshöchstlast liegt bei 80.000 MW. Vor der hochgejubelten "Energiewende" reichten 100.000 MW Kraftwerksleistung aus. Die "Energiewende" erfordert dagegen rund 400.000 MW installierte Wind- und Solarkraftwerke, zusätzlich Netzerweiterungen und Speicheranlagen in noch unbekanntem Umfang.

Handeln die bundesdeutschen Regierungen und Parteien mit der "Energiewende" effizient, preiswert, klug und ökologisch? Handeln sie zum Wohle des Volkes? Bilde man sich ein eigenes Urteil.

Deutschland braucht Politiker mit Sachverstand. Dafür braucht Deutschland Bürger-Demokratie, Direktwahlen und Volksentscheide.