Sonntag, 13. Mai 2012

Elektromobilität - Elektroautos: Das neue Subventionsfass ohne Boden

FIKTIONEN

Elektromobilität? Grüne Sache - gute Sache. 1 Million Elektroautos im Jahre 2020? Uff! Uff! Warum nicht? Howgh! Und so beschloss die Bundesregierung: "Es werde Elektroautos."


FAKTEN

Elektromobilität hat eine alles bestimmende Systemschwäche, die alle Akteure mit Fachwissen kennen: Der Energiespeicher, die Batterie, der Akkumulator. Seit vielen Jahrzehnten laufen weltweit Forschungen, die Speicherprozesse zu verbessern. Kleine Verbesserungen reichen nicht aus. Der Energiespeicher muss mindestens um den Faktor 20 besser werden, als er heute ist. Die zündende Idee fehlt immer noch. Selbst Bundeskanzlerinnen, Minister und Parteivorsitzende müssten erkennen können, dass elektrochemische Prozesse zur Speicherung elektrischer Energie nicht so einfach manipulierbar sind, wie die Bevölkerung. Der Weg bis zu einer halbwegs effizienten Elektromobilität ist noch lang.

Dennoch soll Deutschland "Leitmarkt für Elektromobilität" werden, selbstredend global. So lauten im Stile kommunistischer Planwirtschaften die Vorstellungen der "Nationalen Plattform Elektromobilität" (NPE), getragen von Bundesregierung und Industrie.

Im 2. Bericht der NPE werden Wegstrecken und Haltepunkte bis zum Jahr 2020 skizziert, die mit Subventionsforderungen gepflastert sind.

Nach dem Vorbild des "Energiewende"-Subventionismus wurde jetzt flugs die zweite Stufe des neuen "Elektromobilitäts"-Subventionismus gezündet, siehe Presseartikel vom 12.05.2012 "Topmanager fordern mehr Geld für E-Autos" , der die Bevölkerung wieder zig-Milliarden Euro kosten würde.

Weitere Subventionen? Nein. Zuerst muss das seit Jahrzehnten bekannte Problem der Elektromobilität gelöst werden, der Energiespeicher, ehe es mit Arbeiten zu anderen Fragen weiter gehen darf.

Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung (F&E) ist ureigene Aufgabe der Industrie. Dafür darf es keine Subventionen geben. Die Industrie ist weltweit vernetzt, frühere Konkurrenten arbeiten inzwischen zusammen. Die Industrie muss UNBEEINFLUSST von politischen Wünschen und Ideologien arbeiten können. Nur politische Rahmenbedingungen sind erlaubt. In diesem Umfeld entstehen die besten Lösungen.

Die weltweite Industrie ist leistungsfähig. Sie kann Forschungen problemlos finanzieren. Die Öffentlichkeit wird an den Forschungskosten über die steuerliche Abzugsfähigkeit beteiligt. Das ist mehr als genug.

Schluss mit den bundesdeutschen Subventionismen!

Deutschland braucht Politiker mit Sachverstand. Dafür braucht Deutschland Bürgerdemokratie. Direktwahlen und Volksentscheide.

Links:
Presseartikel vom 15. Mai 2012, keine Euphorie mehr
Presseartikel vom 14. Mai 2012, Forderung höherer Subventionen