Donnerstag, 31. Mai 2012

EEG-Umlage grundgesetzwidrig?
EEG-Umlage 2012: 4,27 Cent/kWh incl. MwSt.

FIKTIONEN

Bundes-und Länderregierungen und Parlamente sehen die mit dem „Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)“ beschlossene EEG-Umlage als rechtlich zulässige flankierende Maßnahme zur beschleunigten Durchdringung Deutschlands mit sogenannten „Erneuerbare Energie-Anlagen“.

Im Zusammenhang mit Themen zum EEG nennen Presseartikel als EEG-Umlage 2012 häufig 3,59 Cent/kWh und verschweigen leider die 19%-Mehrwertsteuer, die noch zu addieren ist.


FAKTEN

Das Handelsblatt berichtet am 31.05.2012 über Unternehmen der Textilindustrie, die die EEG-Umlage als nicht konform mit dem Grundgesetz ansehen und eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes herbeiführen wollen. Möge die Textilindustrie erfolgreich sein!

Die EEG-Umlage ist von fast allen (Ausnahmen: siehe EEG) Elektrizitäts-Kunden zu bezahlen. Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) müssen die Höhe der EEG-Umlage im Spätherbst des Vorjahres für das Folgejahr prognostizieren.

Für 2012 wurde die EEG-Umlage mit 3,592 Cent/kWh festlegt, netto. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer in Höhe von 19%, sodass das gemeine Volk inzwischen 4,27 Cent/kWh berappen muss. Siehe Blog: Energiewende - Entwicklung der EEG-Umlage.

In diesem Jahr 2012 sind das immerhin 128 EUR, die die Energiewende-Politiker jedem bundesdeutschen Haushalt mit durchschnittlichen 3.000 kWh Jahresverbrauch aus der Geldbörse ziehen und ohne Umweg in die Taschen der nimmersatten Betreiber der sogenannten „Erneuerbare Energie-Anlagen“ stopfen.

Zur Erinnerung: Stromversorger berechnen Haushaltskunden als Erzeugungskosten einschließlich Vertriebskosten ca. 6,3 Cent/kWh incl. MwSt., siehe Blog: Eine Stromrechnung voller Subventionen. Die Subvention EEG-Umlage erhöht diese Erzeugungskosten um muntere 68% auf 10,6 Cent/kWh.

Die Politik hat mit ihrem Energiewende-Ökowahn jegliches Augenmaß an langfristiger Perspektive verloren.

Woran liegt es? Vielleicht daran, dass Regierungen, Parlamente und Parteien von Leuten beherrscht werden, denen technisches und volkswirtschaftlich ausgewogenes Handeln von Berufs wegen fremd ist? Haben wir, das Volk, der Souverän, zu vielen Juristen und Angehörigen des öffentlichen Dienstes erlaubt, diese Institutionen zu erobern?

Deutschland braucht Politiker mit Sachverstand. Deutschland braucht Bürgerdemokratie, Direktwahlen und Volksentscheide.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Der Atom-GAU: 200mal wahrscheinlicher als gedacht ?Mainzer Forscher publizieren atomare Horrormeldungen.

FIKTIONEN

Zitat einer Artikelunterüberschrift im Handelsblatt am 23.05.2012: "Mainzer Forscher haben berechnet, wann es zur nächsten Atomkatastrophe kommen könnte. Demnach ist das weltweite Risiko für einen katastrophalen Reaktorunfall offenbar deutlich größer als bislang angenommen."

Zitat einer Artikelüberschrift in Welt Online am 23.05.2012: "Atomarer Super-GAU droht alle zehn bis 20 Jahre".


FAKTEN

Die Titel schocken: Alle 10 bis 20 Jahre ein atomarer Super-GAU (Welt Online) und die Mainzer Forscher wüssten sogar wann (Handelsblatt). Na, dann schau'n mer mal genauer hin, damit wir dem atomaren Fallout rechtzeitig mit ökologisch korrekten Elektromobilen entfleuchen können.

Die Forscher des Mainzer Max-Planck-Institutes zählten Kernschmelzen, teilten durch Reaktorjahre, multiplizierten mit Anzahl in Betrieb befindlicher Kernkraftwerke, sind mächtig stolz auf diese Leistung und publizieren das Ganze als Schreckensmeldung einer um bis 200mal größeren Eintrittsrate für einen katastrophalen Reaktorunfall, als bisher geschätzt. Schlechte Nachrichten verkaufen sich besser, als gute Nachrichten. Wissenschaft und Journalismus nach dem Hysterie- und Katastrophenprinzip?

Empirisch zu arbeiten, so wie es die Mainzer Forscher machen, ist bewährt und wissenschaftlich anerkannt. Die gesamte Probabilistik beruht auf diesem Prinzip. Sie nimmt beobachtete Ereignisse ermittelt Wahrscheinlichkeiten, Eintrittsraten, Folgeereignisse, usw. Aus Daten der Vergangenheit werden Risiken berechnet, die für eine überschaubare Zukunft innerhalb bestimmter Vertrauensgrenzen als möglich angenommen werden können.

Alle probabilistischen Berechnungen sind jedoch nur so gut, verlässlich und aussagekräftig, wie es die Datenbasis ist. Große Datenbasen sind besser, als kleine. Ganz kleine Datenbasen sind untauglich. Was machten die Mainzer Forscher den Pressemeldungen zufolge? Sie nahmen die untauglichste aller Datenbasen, die winzigste. Mit 4 beobachteten Ereignissen bei 14.500 Beobachtungszeiträumen Statistik zu machen, ist nicht aussagekräftig.

Wie sieht es mit Beobachtungszeiträumen und Ereignissen aus?

Beobachtungszeiträume: Die Anzahl der Reaktorjahre lässt sich einfach zusammenzählen. Datensammlungen sind weltweit verhanden, die Daten sind verlässlich.

Ereignisse: Was ist mit der Anzahl der Kernschmelzen und deren auslösenden Ursachen? Die Mainzer Forscher nehmen 1mal Tschernobyl (1986) und 3x Fukushima (2011). Solide Datenbasis?

Wie wir wissen, wurde in Tschernobyl unter fahrlässiger, man könnte es auch krimineller nennen, Deaktivierung von Sicherheitsfunktionen experimentiert. Das Ergebnis ist bekannt. Tschernobyl ist ein Reaktor, der für militärische Zwecke gebaut wurde, und der leichtfertig betrieben wurde. Mit Daten eines Reaktors Prognosen zu erstellen, dessen Unfall sich als Folge fahrlässiger (krimineller?) betrieblicher Handlungen entwickelte, ist im probabilistischen Sinne nicht seriös.

Das Fukushima-Unglück ereignete sich infolge von "Einwirkungen von Außen" (EVA), die an diesem Standort bei einer Wahrscheinlichkeit von praktisch 1 in der Anlagenauslegung hätten berücksichtigt sein müssen. Accident-Management-Prozeduren für den Post-Accident-Anlagenbetrieb waren nicht eingerichtet und dementsprechend nicht verfügbar. Die japanischen Betreiber und die japanischen Behörden wussten davon und blieben dennoch untätig. Auch bei Fukushima liegen die Unglücksursachen im (grob?) fahrlässigen Umgang mit Auslegung, Genehmigung, Errichtung und Betrieb der Anlage. Deshalb gehört auch Fukushima nicht in eine solide Datenbasis für probabilistische Bewertungen.

Damit reduziert sich die Anzahl der Kernschmelzen, die als probabilistisch solide Daten für technisch bedingte Ereignisse gelten könnten, von 4 auf 0.

Diese Probabilistik auf der Grundlage kleiner Zahlen ergibt: Null Ereignisse, 14.500 Reaktorjahre = Eintrittsrate eines "katastrophalen Reaktorunfalles" ist Null/Jahr.

Probabilistiker halten nichts von Statistiken, die auf kleinen Datenumfängen beruhen. Deren Aussagekraft ist verschwindend klein und damit für wissenschaftliche Zwecke, für die Auswahl technischer Konzepte und technischer Detaillösungen und für Prognosen untauglich.

Es ist bedauernswert, dass renommierte Institute im Stile des apokalyptischen Klimawandel-Mainstream atomare Katastrophen-Szenarien in die Welt setzen, deren wissenschaftlicher Wert fragwürdig ist.

Wem soll dieses atomare Katastrophenszenarium nützen, verehrte Forscher des Mainzer Max-Planck-Institutes?

Ergänzende Literatur:
Günter Keil: Die Energiewende ist schon gescheitert

Mittwoch, 16. Mai 2012

Verstaatlichung der Energiewirtschaft in Deutschland

FAKTEN

Eine kurze Nachricht mit einem Verweis auf einen Artikel vom 06. Mai 2012 bei EIKE-Europäisches Institut für Klima und Energie, der den politisch vorangetriebenen staatswirtschaftlichen Zustand der Energiewirtschaft in Deutschland beschreibt.

Deutschland befindet sich seit über 10 Jahren auf dem Weg in die Staatswirtschaft und erhöht seit 2009 das Tempo. Die stärksten Treiber sitzen im von der CDU geführten Bundesumweltministerium (Als Minister nach der Wahlniederlage in NRW im Mai 2012 des Amtes enthoben: Norbert Röttgen, durch Peter Altmaier ersetzt), dem die Legislative mit dem "Erneuerbare Energien Gesetz EEG" in Verbindung mit den Kompetenzen der staatlichen Bundesnetzagentur ein perfektes Instrument für die Wiedereinführung staatlicher Planwirtschaft genehmigt hat.

Staatswirtschaften haben immer versagt, die Geschichte hat es bewiesen.

Jüngste Beispiele öffentlich-rechtlichen Versagens sind die Elbphilharmonie in Hamburg, der neue Berliner Flughafen, der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, und, niemals zu vergessen, das Versagen staatlich gelenkter Finanzinstitute, wie IKB, West/LB, Bayern/LB, HSH Nordbank, ....

Stoppt die Politiker auf dem Weg in eine neue deutsche Plan- und Staatswirtschaft!

Deutschland braucht Politiker mit Sachverstand. Dafür braucht Deutschland Bürgerdemokratie, Direktwahlen und Volksentscheide.

Sonntag, 13. Mai 2012

Elektromobilität - Elektroautos: Das neue Subventionsfass ohne Boden

FIKTIONEN

Elektromobilität? Grüne Sache - gute Sache. 1 Million Elektroautos im Jahre 2020? Uff! Uff! Warum nicht? Howgh! Und so beschloss die Bundesregierung: "Es werde Elektroautos."


FAKTEN

Elektromobilität hat eine alles bestimmende Systemschwäche, die alle Akteure mit Fachwissen kennen: Der Energiespeicher, die Batterie, der Akkumulator. Seit vielen Jahrzehnten laufen weltweit Forschungen, die Speicherprozesse zu verbessern. Kleine Verbesserungen reichen nicht aus. Der Energiespeicher muss mindestens um den Faktor 20 besser werden, als er heute ist. Die zündende Idee fehlt immer noch. Selbst Bundeskanzlerinnen, Minister und Parteivorsitzende müssten erkennen können, dass elektrochemische Prozesse zur Speicherung elektrischer Energie nicht so einfach manipulierbar sind, wie die Bevölkerung. Der Weg bis zu einer halbwegs effizienten Elektromobilität ist noch lang.

Dennoch soll Deutschland "Leitmarkt für Elektromobilität" werden, selbstredend global. So lauten im Stile kommunistischer Planwirtschaften die Vorstellungen der "Nationalen Plattform Elektromobilität" (NPE), getragen von Bundesregierung und Industrie.

Im 2. Bericht der NPE werden Wegstrecken und Haltepunkte bis zum Jahr 2020 skizziert, die mit Subventionsforderungen gepflastert sind.

Nach dem Vorbild des "Energiewende"-Subventionismus wurde jetzt flugs die zweite Stufe des neuen "Elektromobilitäts"-Subventionismus gezündet, siehe Presseartikel vom 12.05.2012 "Topmanager fordern mehr Geld für E-Autos" , der die Bevölkerung wieder zig-Milliarden Euro kosten würde.

Weitere Subventionen? Nein. Zuerst muss das seit Jahrzehnten bekannte Problem der Elektromobilität gelöst werden, der Energiespeicher, ehe es mit Arbeiten zu anderen Fragen weiter gehen darf.

Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung (F&E) ist ureigene Aufgabe der Industrie. Dafür darf es keine Subventionen geben. Die Industrie ist weltweit vernetzt, frühere Konkurrenten arbeiten inzwischen zusammen. Die Industrie muss UNBEEINFLUSST von politischen Wünschen und Ideologien arbeiten können. Nur politische Rahmenbedingungen sind erlaubt. In diesem Umfeld entstehen die besten Lösungen.

Die weltweite Industrie ist leistungsfähig. Sie kann Forschungen problemlos finanzieren. Die Öffentlichkeit wird an den Forschungskosten über die steuerliche Abzugsfähigkeit beteiligt. Das ist mehr als genug.

Schluss mit den bundesdeutschen Subventionismen!

Deutschland braucht Politiker mit Sachverstand. Dafür braucht Deutschland Bürgerdemokratie. Direktwahlen und Volksentscheide.

Links:
Presseartikel vom 15. Mai 2012, keine Euphorie mehr
Presseartikel vom 14. Mai 2012, Forderung höherer Subventionen

Donnerstag, 10. Mai 2012

Energiewende - Explosion der EEG-Umlage

FIKTIONEN

Die Bundesregierung mit dem Bundesumweltminister Norbert Röttgen (im Mai 2012 durch Peter Altmaier ersetzt) als stärkstem Unterstützer behauptet, die "Energiewende" sei nicht Ursache höherer Elektrizitätspreise, die Gründe müssten woanders liegen.

FAKTEN

Quelle: Wikipedia zu "Erneuerbare Energien Gesetz" mit eigenen Ergänzungen:

Entwicklung der EEG-Umlage
Jahrct/kWh
ohne MwSt.
ct/kWh
incl. MwSt.
EUR bei
3.000 kWh/Jahr
2003
0,410
0,48
14
2004 
0,580
0,67
20
2005 
0,680
0,79
24
2006 
0,880
1,02
31
2007 
1,020
1,21
36
2008 
1,120
1,33
40
2009 
1,130
1,34
40
2010 
2,047
2,44
73
2011 
3,530
4,20
126
2012 
3,592
4,27
128
2013 
Prognose:
5,0 
6,28
188
2014 
6,0 ?
7,14
214

Bis 31.12.2006: MwSt=16%, ab 2007: MwSt=19%

Bei einem durchschnittlichen Haushaltsverbrauch in Höhe von 3.000 kWh/Jahr erhöhte sich der Strompreis von 2010 auf 2011 allein durch die EEG-Umlage um 53 EUR.

Wegen Übersubventionierung und fast ungebremsten Ausbaus von Wind-und Solarstromanlagen wird sich die Elektrizität im kommenden Jahr 2013 infolge steigender EEG-Umlage für den Durchschnittshaushalt um weitere 50 EUR verteuern.

Schon im kommenden Jahr 2013 wird sich die EEG-Umlage innerhalb von nur 10 Jahren verzehnfacht haben.

Zum Vergleich: Die Erzeugungs- und Vertriebskosten konventionellen Stromes (Kohle, Gas, Uran, Wasser) für Haushaltskunden betragen ca. 6,3 ct/kWh: Blog, Stromrechnung voller Subventionen. Im nächsten Jahr wird die Subvention "EEG-Umlage" mit 6 ct/kWh die Kosten konventioneller Stromerzeugung erreicht haben. Die Politik ist alleinverantwortlicher Treiber ständig steigender Preise für elektrischen Strom.

Regierungen und Politiker, die dennoch verbreiten, wie allen voran der Herr Ex-Bundesumweltminister Röttgen (nach der Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen von der Bundeskanzlerin am 16. Mai 2012 per Presseerklärung entlassen), die "Energiewende" sei nicht Ursache ständig steigender Strompreise, betreiben Volksverdummung.

Deutschland braucht Politiker mit Sachverstand. Deutschland braucht Bürger-Demokratie, Direktwahlen und Volksentscheide.

Dienstag, 1. Mai 2012

Energiewende - Kosten und Subventionen für Elektrizität aus Wind und Sonne

FIKTIONEN

Deutschlands Regierungen und Parteien in Bund und Ländern und die Verbände der "Erneuerbare Energien"-Industrie feiern die Stromeinspeisungen von Windkraft- und Solaranlagen als effiziente, preiswerte und ökologische Erfolge ihres klugen Handelns. Effizient, preiswert, klug, ökologisch?


FAKTEN

In Bundesgesetzen und -verordnungen wird aufgelistet, was wie zu machen und zu tun ist, was erlaubt und was verboten ist. Die bürokratischen Horrorwerke zu "Erneuerbaren Energien" und zu Netzentgelten planwirtschaftlich regulierter Industriebereiche eines früher marktwirtschaftlichen Deutschland sind beispielsweise: Das EEG 2012, die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) und der Leitfaden zum §19 der StromNEV, 20mal länger als der §.

Die für diesen Blog-Beitrag jüngsten bundesweiten EEG-Zahlen liegen für 2010 vor (gerundete Angaben):